Ich bin seit über 10 Jahren rohköstlich und trotzdem lerne ich immer noch dazu. Auch dank euch. Nur manchmal ist nicht der richtige Zeitpunkt für neue Sachen.

Ich habe schon oft versucht, meine Samen und Nüsse vor dem Verzehr zu keimen, jedoch war mir das bis jetzt immer zu anstrengend. Im vollgepackten Mama Alltag war es mir manchmal einfach zu viel. Ich wusste zwar, dass es sehr gut ist, allerdings war für mich der richtige Zeitpunkt einfach noch nicht da.

 

Bis jetzt.

 

Warum? Weil ich mir bewusst gemacht habe, wieviel mehr es bringt diese angekeimten Saaten zu essen UND, weil ich einen Weg gefunden habe, der es mir ohne viel Mehraufwand trotzdem möglich macht, das auch in meinem vollgepackten Mama Alltag zu integrieren.

 

 

Warum überhaupt einweichen?

Die Natur war so clever und hat das Saatgut von Pflanzen so erschaffen, dass es nur bei optimalen Bedingungen anfängt zu keimen. Bis dahin soll das Erbgut so gut wie möglich geschützt sein. Nüsse sind generell lange haltbar, weil sie mit natürlichen Hemmstoffen ausgestattet sind, die das möglich machen. Eines dieser bioaktiven Substanzen ist die Phyteinsäure. Phytiensäure dient als Speicher für Phosphat, Kalium, Magnesium, Eisen und weitere Spurenelemente. Wird ein Samen oder eine Nuss aktiviert, werden die Phyteinsäure und weitere Hemmstoffe abgebaut, um den Zugang zu den Vitalstoffen des Samens freizugeben und die zum Wachsen benötigten Stoffwechselprozesse in Gang zu setzen.

Nicht nur für den Wachstumsprozess des Keimes ist der Abbau von Phyteinsäure wichtig. Auch für uns, wenn wir die Samen und Nüsse zu uns nehmen, ist ein geringer Anteil des Hemmstoffes förderlich. Die Phyteinsäure bildet nämlich zusammen mit wichtigen Nährstoffen unserer Nahrung feste Komplex, die vom Körper kaum verdaut werden können. Die Phyteinsäure bindet also die Nährstoffe in den Nüssen, sodass diese direkt wieder von uns ausgeschieden werden. Bei aktivierten Nüssen und Samen hingegen können wir aufgrund der abgebauten Hemmstoffe die Nährstoffe wesentlich besser aufnehmen.

Außerdem werden durch die Stoffwechsleprozesse im Keim gewisse Stoffe so umgewandelt, dass sie von unserem Körper  besser verarbeitet oder aufgenommen werden können. Wieviel besser die Bioverfügbarkeit bei gekeimten Saaten ist kannst du hier nachlesen.

 

 

Wie aktiviere ich meine Nüsse und Samen:

Um Samen und Nüsse zu aktivieren, brauchst du eigentlich nur etwas Wasser und vielleicht ein Dörrgerät, um sie wieder länger haltbar zu machen und zurückzutrocknen.

Früher dacht ich immer, man müsse die Samen und Nüsse direkt vor dem Verzehr einweichen und aktivieren. Dem ist aber nicht so. Deswegen mache ich es neuerdings so. Sobald ich mir ein ganzes Paket Nüsse oder Samen gekauft habe, weiche ich alle ein und trockne sie anschließend in meinem Dörrgerät zurück. Somit sind sie aktiviert, aber trotzdem wieder haltbar. Auf diese Weise kann ich jederzeit aus meinen Gläsern die Nüsse und Samen nutzen wie und wann ich sie brauche, ohne vorher stundenlang zu planen.

Ich trockne die Samen und Nüsse für etwa 18-24 Stunden bei 40 Grad zurück. Manchmal aber auch länger, denn es ist sehr wichtig, dass keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist. Die Samen und Nüsse können ansonsten sehr leicht schimmeln.

Wichtig dabei ist, dass die Samen und Nüsse Rohkostqualität haben. Ansonsten können bereits einige Stoffe, die für den Aktivierungsprozess notwendig sind, zerstört worden sein.

Hier mal eine grobe Richtlinie wie lange die verschiedenen Nüsse etwa weichen sollten.

Macadamia Nüsse: 2 Stunden

Cashewkerne: 3-4 Stunden

Walnüsse: 4-6 Stunden

Sonnenblumenkerne: 6 Stunden

Haselnüsse: 8 Stunden

Mandeln: 12 Stunden

 

 

Ich mache es sehr oft so, dass ich die Nüsse über Nacht einweichen lasse und dann am Morgen zurücktrockne.

Samuel ist das alles viel zu viel und er holt sich deswegen sehr gern die schon fertig gekeimten Saaten von Startkraft. Auch ich bin in stressigen Zeiten sehr dankbar für diese wundervollen Produkte. Startkraft arbeitet nur mit den besten Zutaten und legt ganz großen Wert darauf, dass die Qualität sehr hochwertig ist. Die gekeimten Kürbiskerne, die gekeimten Sonnenblumenkerne, das Grawnola, die Dinkelgras shots und die Nährstoffkombination sind nur einige unserer Favoriten. Alles aus gekeimten Saaten und qualitativ hochwertigen Rohkostzutaten hergestellt.

 

Ich hoffe sehr, dass dir diese Tipps helfen werdenden Zukunft auch mehr gekeimt Samen und Nüsse zu essen. Zeig mir gern deine gekeimten Sachen bei Instagram und tage mich @morerawfood.

Und jetzt möchte ich mal von dir wissen. Weichst du deine Samen und Nüsse immer ein? Wie integriert du das in deinen Alltag? Ich bin gespannt darauf, was du zu erzählen hast und freue mich unten in den Kommentaren von dir zu lesen.

 

Bis ganz bald. Lass es rocken.

Deine Maria

2 Comments

  • Avatar Steffi sagt:

    Hey Maria 🙋🏻‍♀️
    Ich hoffe du hattest einen schönen Tag.
    Super Beitrag 👍🏼
    Wie lange lässt du die Nüsse dann im Dörrgerät? Ist das auch unterschiedlich?
    Wäre super wenn du mich das noch wissen lässt.
    Danke schon mal und ich wünsche dir ein schönes Wochenende. 🌺

    Grüße Steffi

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Hallo liebe Steffi,

      Ich freue mich so von dir zu hören. Ich lasse die Nüsse wirklich 18-24 Stunden trocknen, oder aber noch länger. Es ist sehr wichtig, dass sie richtig trocken werden, ansonsten kann sich sehr leicht Schimmel bilden. Also lieber etwas länger als zu kurz.

      Ich wünsche dir auch noch einen wundervollen Sonntag und pass gut auf dich auf.
      Bis ganz bald. Lass es rocken.
      Deine Maria

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