Lebst du in einer Familie, in der sich nicht alle so ernähren wie du? Dann kennst du diese Frage bestimmt auch:

Was soll ich heute Abend nur zu essen machen, damit auch alle zufrieden sind?

Diese Herausforderung macht mich an manchen Tagen echt schwach, vor allem an solchen, an denen ich keine Lust habe, ewig in der Küche zu stehen und drei unterschiedliche Gerichte zuzubereiten. Darum habe ich mir eine Sammlung von Rezepten angelegt, auf das sich wirklich jeder bei uns freut.

WAS IST GLUTEN?

Gluten ist ein Klebeeiweiß, was vor allem in überzüchteten Weizenprodukten enthalten ist. Aber auch Dinkel und Roggen enthalten Gluten. 

Das Wort Gluten kommt aus dem Englischen und ist abgeleitet von Glue. Was soviel heißt wie Kleber. Dieser Kleber verklebt nicht nur die Zutaten im Brot, sondern auch unsere Gedärme. Je älter wir werden und umso mehr Gluten wir essen, desto schlechter kann die Nährstoffaufnahme im Darm werden.

Ich möchte dir hier gar nicht sagen, ob du darauf verzichten solltest oder aber nicht. Ich möchte dir gern verraten, warum wir uns dazu entschieden haben Gluten zu vermeiden und was wir anstelle nutzen.

WARUM GLUTENFREI?

Bei Gluten streiten sich die Geister. Die eine Seite behauptet es sei nichts dran, andere verzichten konsequent auf Gluten.

Ich habe mich bereits seit meinen Verdauungsproblemen (im Alter von 15/16 Jahren) dazu entschieden, auf jegliche Form von Gluten zu verzichten. Auch für Laurella wollte das vermeiden. 

Ich habe damals schon gemerkt, wie sehr mich Brot und Backwaren regelrecht krank machen. Ich habe richtig gespürt, wie ich davon Verdauungsprobleme bekommen habe. Diese Erfahrung hat mich dazu bewegt, Gluten zu meiden.

Im September 2019 hat auch Samuel erhebliche Probleme mit seiner Verdauung bekommen. In dieser Situation hat auch er gemerkt, wie sehr ihn glutenreiches Getreide negativ beeinflusst.

Blähungen, Bauchschmerzen, verschlechterte Nährstoffaufnahme, Unwohlsein und Völlegefühl waren nur einige der Beschwerden, die wir erlebt haben.

WAS KANN ICH JETZT NOCH ESSEN?

Gluten, und vor allem Weizen, ist bereits in ganz vielen Fertigprodukten drin, wo man es gar nicht vermuten würde. Vegane Würstchen, Falaffel, Burgerpatties, Kekse, Knabberzeug und vieles mehr. Der Blick auf die Zutatenliste lohnt sich da wirklich. Mittlerweile gib es in vielen Bioläden schon eine ganze Abteilung mit glutenfreien Produkten.

Aber keine Angst, es gibt trotzdem noch ganz viele wundervolle Mehle, die du zum Backen, Kochen und für Soßen verwenden kannst. Wir nutzen gern glutenfreies Hafermehl zum Backen, Buchweizenmehl zum Kochen, Kichererbsenmehl für Fallaffel und Mandelmehl wenn es einmal etwas Besonderes sein soll.

All diese Mehle sind auch richtig lecker und reich an Nährstoffen. *Buchweizenmehl enthält beispielsweise viel Zink, Protein, B-Vitaminen, Mangan, Magnesium, Eisen und Q10.  

Das Buchweizenmehl bestelle ich mir bei *Suessundclever. Da gib es alles in Bio-Qualität in kompostierbaren Verpackungen und wird direkt zu meiner Haustür geliefert. Mit dem Code “Rawfood10” bekommst du dort 10% Rabatt auf jede deiner Bestellungen.

UND WAS GIBT ES HEUTE ZUM ESSEN?

Darum habe ich mir eine Sammlung von Rezepten angelegt, auf das sich wirklich jeder bei uns freut.

Eines davon sind die bunten Buchweizenwraps. Die sind eins, zwei, fix zubereitet und jeder kann sie sich so belegen wie er mag. Ich (als Rohköstlerin in unserer Familie) nutze anstelle der Buchweizenwraps Noriblätter und toppe mir diese mit all den wundervollen Leckereien, die bei uns auf dem Tisch stehen.

Unsere liebsen davon sind der vegane Käse von Simply-V, Mais, Tomaten, Avocados, Hummus, Gurken, Möhren, Paprika und Edamame (also die grünen Kerne von jungen unreifen Sojabohnen). Natürlich richten wir uns bei der Auswahl auch gern nach der Saison, denn frisch und regional schmeckt es of einfach am besten. Wenn du in deiner Familie “fleischfressende Pflanzen” hast, dann kannst du auch für sie einige Zutaten anbieten und alle sind zufrieden.

Es geht ja nicht darum, zu missionieren, sondern deine Liebsten dazu zu inspirieren, mehr vialsoffreich und umwerfend leckere Pflanzenkost zu essen. Diese Buchweizenwraps sind eine tolle Möglichkeit für euch, alle zusammen am Abendbrottisch eine schöne Zeit zu haben.

Ihr könnt das tolle Essen zusammen genießen, euch nett unterhalten und jeder seinen Wrap individuell gestalten. Ganz ohne Stress und anstrengende Diskussionen und vielleicht wird doch der ein oder andere irgendwann neugierig, wie es sich anfühlt, tierische Produkte einmal ganz wegzulassen.

Zutaten (für 3 Wraps):

Zubereitung:

Gib alle Zutaten in eine Schale und verrühre sie mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig. Gib jeweils eine Kelle des Teiges in eine Pfanne mit hochwertigem Olivenöl und brate diesen auf beiden Seiten goldbraun bei mittlerer Hitze aus.

Die fertigen Wraps essen wir entweder direkt warm oder, wenn wir ein paar mehr machen, auch oftmals am Tag danach kalt. Sie sind optimal für unterwegs, in der Schule, zur Arbeit oder als Picknick-Snack.

Ich habe gemerkt, dass je dicker der rohe Teig ist, umso fester werden die fertigen Wraps. Magst du die Wraps ehr als “Brot” essen, dann nutze weniger Wasser. Magst du sie wie Crepes rollen, dann nimm mehr Wasser. 

Wenn du es extra gesund haben möchtest, kannst du auch einen TL Kurkuma oder Paprika Pulver zu dem Teig geben. Somit bekommst du etwas Variation.

Finde einfach heraus, wie du sie am liebsten magst. 

Wie ist das bei euch in der Familie? Hat da auch jeder Extrawünsche? Was gibt es bei euch zum Essen, wenn jeder etwas anderes mag?

Ich freue mich so sehr, wenn du mir deine Antwort in den Kommentaren unter diesem Post hinterläßt. Denn von solchen Allrounder—Rezepten kann man nie genug haben.

DU SCHAUST LIEBER VIDEOS ALS ZU LESEN?

Dann findest du hier das Video zu diesem Rezept und kannst sehen, wie Samuel die Buchweizen Wraps fachmännisch wendet.

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