• Möchtest du einen Fleischesser davon überzeugen, wie lecker veganes Essen schmeckt? 
  • Oder magst du einfach nur richtig herzhafte, deftige Gerichte?

Dieses rote Linsen-Curry ist genau so ein Gericht. JEDE(R) mag es. Keiner merkt, dass es vegan ist und selbst überzeugte Fleischesser lecken sich danach alle 10 Finger. Das Geheimnis dahinter sind ein paar klug ausgewählte Zutaten und eine wundervoll abgerundete Gewürzmischung. 

Genial ist auch, dass es relativ schnell zubereitet ist, sich gut einfrieren lässt und die Zutaten dafür so ziemlich jeder zu Hause hat. Bei uns ist es auf jeden Fall ein absoluter Favorit. Selbst ich kann bei diesem Gericht nicht nein sagen. 

GUT ZU WISSEN

Zu diesem Rezept bin ich gekommen, weil ich mir vorgenommen habe, mehr Linsen in unseren Speiseplan zu integrieren. Bislang haben wir sie nur in gekeimter Form auf unseren Salaten oder auch in Laurella Lieblingssuppe gegessen. Ich wollte aber noch ein weiteres leckeres Linsen-Gericht haben, denn die kleinen Hülsenfrüchte sollten gerade für Veganer ein echtes Grundnahrungsmittel sein. Warum?

Im Nährwertcheck sehe ich fast täglich, wie viele wertvolle Nährstoffe Linsen enthalten: Eisen, Proteine, Kupfer, B-Vitamine, Folsäure, Kalium und Zink. Außerdem bekommt man sie in vielen Ländern regional oder zumindest vom gleichen Kontinent, sie sind günstig und man kann sie super gut und lange lagern. 

Die Inspirationen zu diesem Rezept habe ich zum einen aus dem Internet und zum anderen aus dem Kochbuch zum *Intervallfasten-Buch meiner lieben Freundin, der Dr. Petra Bracht.

Bei Hülsenfrüchten allgemein und auch bei Linsen und Vollkorngetreide im Speziellen höre ich immer wieder, dass diese ja soo lange brauchen, bis sie gar sind und Gerichte mit ihnen darum sooo viele Umstände machen. Daher der goldene Tipp, wie Rezepte mit Linsen und Getreide super schnell zubereitet sind, denn Zeit ist Geld und wer steht schon gern unnötig am Herd? 

KOCHZEIT VERKÜRZEN

Um die Kochzeit der Linsen und des Reis um mindestens 10 Minuten zu verkürzen, kannst du diese vorher über Nacht in Wasser einweichen. Dadurch wird nicht nur die enthaltene Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralien behindern kann, zu einem großen Teil abgebaut, sondern du sparst auch jede Menge Zeit. 

Ein weiterer Tipp ist, dir vor dem Kochen alle Zutaten in der richtigen Menge schon bereit zu stellen. Somit kannst du dich während der Zubereitung einfach auf das Rezept fokussieren und musst nicht immer wieder nachlesen, wieviel du von was brauchst. 

Wir machen das Linsen-Curry in 3 einfachen Schritten: Schärfe, Würzmischung und das Gericht an sich. Die Zutatenliste mag auf den ersten Blick sehr lang aussehen. Wenn wir das allerdings in diese 3 Schritte unterteilen, ist es ganz einfach, während der Zubereitung den Überblick zu behalten. 

Bist du bereit? Na dann mal los. 

ZUM REZEPT

Vorbereitungszeit: 10 Minuten 

Kochzeit: 25 – 35 Minuten 

Totale Zeit: 35 – 45 Minuten 

Portionen: 4

ZUTATEN: 

Für die Schärfe: 

  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt (oder mit einer Knoblauchpresse gepresst) 
  • -2 – 3 cm frischen Ingwer, fein gerieben 
  • 1 TL frisch geriebenes Kurkuma (oder 1 TL Kurkumapulver) 

Für die Würzmischung:

  • 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
  • 2 TL gemahlenen Koriander
  • 1/2 TL rotes Chilipulver
  • 2 TL Currypulver
  • 1 TL Garam Masala 

Für das Gericht:

  • 250 ml / 1 Tasse rote Linsen
  • 500 ml Gemüsebrühe (ich mache meine selber)
  • 400 g passierte Tomaten
  • 400 ml Kokosmilch
  • 3 EL Mandelmus

Zum Garnieren und Verfeinern:

  • eventuell etwas Salz und Pfeffer
  • den Saft 1/2 Zitrone

frischer Koriander nach Belieben

Als Beilage:

  • 120 ml / 1 Tasse Reis (Trockengewicht).
     Wir mögen am liebsten schwarzen Reis, aber jede andere Sorte passt auch wundervoll dazu.

Zum Braten:

  • 1 EL Kokosöl oder anderes Bratöl 
ZUBEREITUNG:  

  • Wenn du es schaffst und daran denkst, weiche den Reis und die Linsen über Nacht oder für ein paar Stunden getrennt in Wasser ein.
  • Stelle dir alle Zutaten in der richtigen Menge bereit.

1. Schritt: Schärfe vorbereiten 

  • Hacke den Knoblauch fein, und rasple den Ingwer und das Kurkuma frisch.

2. Schritt: Würzmischung vorbereiten

  • Mische alle Gewürze in einer Schale und stelle sie bereit.

3. Schritt: Gericht zubereiten

  • Wenn du Naturreis, roten oder schwarzen Reis verwendest, dann beginnst du am besten damit, dass du den Reis kochst. Hast du dich für weißen oder parboiled Reis entschieden, kannst du zuerst mit den anderen Komponenten des Gerichts beginnen.
  • Erhitze das Kokosöl in einer tiefen Pfanne.
  • Gib den Knoblauch, den Ingwer und das Kurkuma hinzu und lasse alles 2 Minuten bei geringer Hitze anbraten.
  • Füge die Gewürzmischung hinzu und lasse alles zusammen weitere 30 – 60 Sekunden braten, damit sich alle Geschmäcker richtig entfalten können. Rühre häufig um, damit die Gewürze nicht anbrennen.
  • Gib nun die Gemüsebrühe, die Linsen und die passierten Tomaten dazu. Verrühre alles gut und lasse es für 20 – 25 Minuten oder so lange, bis die Linsen al dente sind, köcheln. Wenn du die Linsen eingeweicht hast, können sie bereits nach 10 Minuten fertig sein. Schmecke gern immer wieder ab.
  • Hast du dich für eine schnellkochende Reissorte entschieden, dann kannst du diese jetzt zubereiten.
  • Wenn die Linsen al dente sind, kannst du die Kokosmilch, das Mandelmus und eventuell noch etwas Salz und Pfeffer hinzugeben. Lasse alles noch einmal für 8 – 10 Minuten ohne Deckel köcheln.
  • Direkt vor dem Servieren schmecken wir immer gerne noch mit etwas Zitronensaft und frischem Koriander ab. Der Zitronensaft hilft praktischerweise auch dabei, das wertvolle Eisen aus den Linsen besser aufzunehmen.

WERTVOLLE TIPPS

Diese Mengenangaben reichen für 4 Portionen.
Ich mache immer genug von dem Curry, dass ich die Hälfte einfrieren kann. Deswegen nutze ich im Gegensatz zu den Linsen nur Reis für 2 Portionen (in etwa 120 ml trockenen Reis). Für 4 Personen würde ich 1 Tasse, also 250 ml Reis nehmen.

Spare NICHT an den Gewürzen weil du Angst hast, dass es zu würzig wird. Wenn du die Gewürze minimierst, wird das Gericht zu fade schmecken. Die Kokosmilch und das Mandelmus werden alles perfekt abrunden. Wenn du es scharf magst, kannst du auch im Nachhinein noch Pfeffer oder Chili hinzugeben.

Je nachdem welchen Reis du zu diesem Gericht wählst, kann die Kochzeit variieren. Naturreis und schwarzer Reis brauchen länger als die weiße Variante. Du kannst aber auch Gerstengraupen, Pasta, Kartoffeln, Dinkelgraupen, Couscous, Hirse oder andere Beilagen dazu servieren. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Kochzeit der Linsen kann variieren, je nachdem, was du für eine Pfanne oder Topf benutzt. Bei einer breiten Pfanne werden die Linsen sehr schnell gar (20 Minuten). In einem tiefen Topf kann es bis zu 30 Minuten dauern.

Wir servieren zu diesem Gericht super gern unser Pfannenbrot. Damit kann man dann den Teller nämlich so richtig schön sauber wischen, ohne auch nur einen Tropfen des einmaligen Currys zu verschwenden. 

OFT GESTELLTE FRAGEN:

1. Kann ich auch ein anderes Nussmus nehmen?
Cashewmus sollte auch gehen. Erdnussbutter und auch andere Nussmuse können die Geschmäcker der Gewürze überspielen.

2. Kann ich das Rezept auch mit anderen Linsen zubereiten, oder müssen es rote sein?
Alles Linsensorten sind wunderbar und gewollt. Je mehr du hier variierst, desto mehr unterschiedliche Nährwerte wirst du bekommen.

3. Kann ich anstatt der Gemüsebrühe auch Wasser nehmen?
Ja das geht, allerdings braucht du dann mehr Salz.

4.Kann ich die Reste einfrieren?
Unbedingt. Wir machen extra immer eine groß Portion des Currys, um an einem anderen Tag noch einmal schlemmen zu können.

5. Kann ich noch anderes Gemüse hinzugeben?
Na klar. Süßkartoffel passt geschmacklich z. B. sehr gut dazu.
Das Gemüse sollte einfach weich sein und sich der Konsistenz des Currys gut anpassen. Hartes Gemüse würde den Genuss etwas dämpfen. 

Hast du Lust auf mehr solcher leckeren Rezepte? Dann hinterlass mir hier sehr gern einen Kommentar. Vielleicht gibt es ja auch ein nicht-veganes Lieblingsgericht, das du gerne veganisiert hättest, das dir aber nicht so recht gelingen will. Möglicherweise kann ich dir dabei sogar helfen. Und wenn du das Linsen-Curry gemacht hast, lass mich unbedingt wissen, wie es dir geschmeckt hat. Tagge mich bei Instagram @morerawfood.

4 Comments

  • Avatar Lotte sagt:

    Liebe Maria,
    vielen Dank für das tolle Rezept!
    Ich wollte es mir direkt als PDF ausdrucken, allerdings führt der Link hier auf der Seite zu deinem Energiebällchen-Rezept… Ich würde mich sehr freuen, wenn du das bald korrigierst. 🙂
    Herzliche Grüße,
    Lotte

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Hallo Lotte,

      ganz lieben Dank für den Tipp. Jetzt habe ich den richtigen Link drin und du kannst dir das Rezept jederzeit ausdrucken. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und bin total gespannt, wie es dir schmeckt.

      Alles liebe deine Maria

  • Avatar Conny sagt:

    Wow, Maria! Ich danke dir so für dieses Rezept. Das Kaufen der Gewürze, das Kochen (und Riechen) und das Essen war ein Genuss. Mein fleischessender Mann (ja, wir haben bei der Wochenplanung für unser Essen fast gestritten, weil bei dem Gericht ‘nur Linsen’ und kein Fleisch dabei ist ;)) hat so fein gespeist und meinte, ich soll es doch jetzt öfter kochen.
    Danke auch für die detaillierte Beschreibung, bzw. für die genauen Vorbereitungsschritte und Abläufe in deinem Rezept. Das Kochen war somit stressfrei, sogar mit Kind und Mann in der Küche. Das werde ich bestimmt auch übernehmen.
    DANKE 💟

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Hallo liebe Conny,

      das freut mich so so so so sehr für euch. Ganz lieben Dank für dein wundervolles Feedback. Damit hast du mir ein ganz breites Lächeln in mein Herz gezaubert. Ich wünsche euch ganz viel Freude mit dem Rezept weiterhin.

      Alles liebe deine Maria

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