• Ist dir im Winter ständig kalt? 
  • Bist du eine Frostbeule hoch drei? 
  • Schon beim Wort „Winter“ kriegst du Gänsehaut? 

Am Anfang meiner Rohkost-Ernährung war mir im Winter ständig kalt. Mir haben warme Getränke und Speisen gefehlt und ich sehnte mich immer nur nach dem Sommer. Dicke Socken und eine Wolljacke waren meine ständigen Begleiter, vor allem eben im Winter.

Ich bin immer noch ein absoluter Sommermensch, allerdings friere ich jetzt in der dunklen Jahreszeit nicht mehr (so) sehr. Über die Jahre habe ich viel gelernt und weiß jetzt, wie ich mit Kälte richtig umgehe. 

In diesem Post verrate ich dir all diese Tricks. Ich zeige dir (inklusive Kalorienangabe und Nährstoffverteilung), was ich an einem Tag im Winter esse um mich optimal zu versorgen und von innen heraus immer schön warm zu sein.

Mein absoluter Geheimtipp im Winter schon einmal voraus:  wärmende Gewürze wie Zimt und Ingwer. Es vergeht kaum ein Wintertag, an dem ich diese beiden Warmmacher nicht esse. So auch bei meinem Frühstück heute.

FRÜHSTÜCK

ZUTATEN:

Rezept drucken

Zubereitung:

  1. Gib die frisch gequetschten Haferflocken zusammen mit 3 Tassen Wasser in eine Schale und lass sie im Kühlschrank über Nacht quellen. Lass eventuell überschüssiges Wasser durch ein Sieb abtropfen. 
  2. Schrote die Braunhirse frisch und vermische sie mit den Haferflocken, dem Carob-, Vanille- und Zimtpulver und fülle sie in eine breite Schale, damit du möglichst viel Platz für leckere Toppings hast. 
  3. Garniere den Haferbrei mit Dingen, die du gern magst. Ich finde Dörräpfel und -birnen super lecker und für das Knuspererlebnis dürfen bei mir ein paar Apfelchips nicht fehlen. Naja, aus ein paar werden meist eine ganze Packung oder ein ganzes Glas voll, denn die sind so lecker, da kann und will ich mich nicht zügeln. 

Als Snack zwischendurch gab es zwei kleine Schalen verschiedenster Datteln. Die sind für mich ein echter Seelentröster und geben mir einen wahren Energieschub, den ich gerade im Winter gut brauchen kann, um optimal versorgt zu sein.

ABENDESSEN

Abends lege ich momentan meinen Fokus auf Proteine und Fette. Ich möchte gern gesund zunehmen und schöne Muskeln aufbauen und diese beiden Makronährstoffe sollen mir dabei helfen.

Zum Abendessen gibt es heute ein leckeres Curry. Ich mag Curries im Winter total gern und genieße diese oft auch leicht warm. Bis 42 Grad bleiben alle Nährstoffe erhalten und ich bin warm und optimal versorgt.

Zutaten Curry:

Für den „Reis”:

  • 1 Knolle Knollensellerie 
  • 2 Petersilienwurzeln  
  • das Grün einer Petersilienwurzel 
  • 1/2 Tasse Pistazien  

Für die Currysoße:

  • 500 g Tomaten  
  • 3 Medjool-Datteln, entkernt 
  • 1 Knoblauchzehe 
  • etwas Chili (optional) 
  • 1 EL Kreuzkümmel  
  • 1 gehäuften TL Muskat
  • 4 EL Leinsamen 
  • 1 EL Proteinpulver (*Ich verwende meist eines von dieser Firma.)
  • etwas Salz nach Geschmack 
  • eventuell etwas Wasser 

Für das Curry:

  • 1/2 Zucchini gewürfelt und ca. 8 Stunden bei 40 Grad leicht gedörrt
  • 1/2 Paprika gewürfelt und ca. 8 Stunden bei 40 Grad leicht gedörrt
  • 10 Kirschtomaten 
  • 1/2 Brokkoli 
  • 1 Tasse Mungbohnen 

Extras:

  • Macadamianüsse 
  • Noriflocken 

Zubereitung:

1. Hacke alle Zutaten für den „Reis” in deiner Küchenmaschine oder im Mixer fein. Solltest du keines von beiden haben, kannst du die Petersilie feinhacken und den Rest einfach raspeln. Gib den „Reis” in eine große Schale.

2. Schneide den Brokkoli und die Kirschtomaten grob und gib sie zusammen mit den Mungbohnen  in eine weitere Schale.

3. Mixe alle Zutaten für die Currysoße zusammen cremig. Gib eventuell etwas Wasser hinzu, wenn das Ergebnis zu dickflüssig ist.

4. Mische die Soße dem Gemüse unter und richte alles appetitlich auf dem „Reis” an.

5. Streue zum Abschluss ein paar Noriflocken und Macadamianüsse obendrauf.

DIR GEFALLEN DIE REZEPTE?

Dann wirst du meine 60 Lieblingsrezepte aus dem  *Social Calendar lieben.

Ich habe nach dem Abendessen noch ein paar Macadamianüsse genascht, weil ich von diesen zur Zeit gar nicht genug bekommen kann.

Mit diesen 2 Mahlzeiten und dem Snack habe ich ganze 4268 Kalorien zu mir genommen. Welche und wie viele Nährstoffe ich damit bekommen habe, kannst du unten ganz genau sehen. B12, D3, K2, Zink und Omega-3 habe ich supplementiert. Einerseits, da der Bedarf zum Teil wie beim Vitamin D3 über die Nahrung fast nicht gedeckt werden kann, andererseits wegen meiner HPU (eine Stoffwechselstörung). Welche hochwertigen Supplemente ich dabei für mich wähle und wie ich diese korrekt dosiere, erfährst du in diesem Beitrag.

Ich versuche, um die 4000 kcal zu mir zu nehmen und auf mindestens 100 g Proteine und auf 70 g Fette zu kommen, weil ich wie gesagt Gewicht zunehmen und Muskeln aufzubauen möchte. Momentan fühlt sich das für mich richtig an und wenn das sich ändert, werde ich auch die Ernährung wieder anpassen.

TIPPS FÜR FROSTBEULEN

Wie versprochen teile ich jetzt noch meine besten Tipps mit dir, wie ich im Winter die Gänsehaut von mir fernhalte 🙂

  1. Gewöhne dich an Kälte. Das mache ich, indem ich kalt dusche oder auch mal für ein paar Minuten in kurzer Hose und Trägertop auf den Balkon gehe. Du kennst das vielleicht, dass sich 15 Grad im Frühling ganz wundervoll warm anfühlen und im Herbst schon ganz schön frisch. Im Frühjahr sind wir einfach schon gut an die Kälte gewöhnt, während wir am Anfang des Herbstes noch an sommerliche Temperaturen angepasst sind.
2. Bleib aktiv: Sport & Bewegung bringen dein gesamtes System in Gang und helfen dir, von innen warm zu bleiben.
3. Wärmende Gewürze: Diese unterstützen den Körper dabei, von innen das Verdauungsfeuer anzutreiben. Meine Favoriten sind Ingwer, Zimt und Chili, aber auch Cayennepfeffer, Pfeffer, Gewürznelken, Muskatnuss und Knoblauch haben diesen Effekt.
4. Vermeide kühlende Lebensmittel wie Minze, Stangensellerie, Gurken und Melonen. Diese haben die Eigenschaft, dem Körper Wärme zu entziehen und sind daher ideal im Sommer. Wenn du schnell frierst, dann würde ich im Winter auf diese verzichten oder deren Verzehr einschränken und nur dann nutzen, wenn du dich sowieso gerade in der warmen Wohnung befindest. Auch Eis würde ich in dieser Jahreszeit weglassen oder reduzieren.
5. Mehr Fette – In der dunklen Jahreszeit brauchen wir mehr Energie. Dafür stellt Mutter Natur uns genau zur richtigen Zeit im Herbst wertvolle Nüsse zur Verfügung. Davon esse ich im Winter mehr als im Sommer, um meinen Körper mit extra Treibstoff zu versorgen.

Nüsse haben ein eher schlechtes Omega-3:6-Verhältnis und es wäre optimal, diese Fette über Omega-3 reiche Samen wie Leinsamen, Hanfsamen oder Chiasamen zu decken. Ich für mich habe beschlossen, dass ich, solange ich zunehmen möchte, meinen Fettanteil mit Nüssen in moderaten Mengen und Saaten decke, und danach wieder den Fokus auf Omega-3 reiche Saaten lege und den Anteil der Nüsse wieder reduziere.

6. Genieße Speisen leicht warm – Rohkost bedeutet nicht , dass man alles kalt essen muss. Bis 42 Grad bleibt ein Großteil der wertvollen Vitamine und Enzyme erhalten. Ich mixe deswegen im Winter Smoothies gern etwas länger oder gebe mir meine Gerichte noch etwa 30 Minuten bei 40 Grad in den Dörrofen, bevor ich sie genieße (wie beispielsweise die Dörräpfel und Birnen heute).

EINE SCHÖNE GESCHICHTE

Neulich kam ein Paketbote bei 5 Grad in kurzen Hosen zu mir und brachte mein Paket. Ich sagte ganz spontan: „Ist Ihnen das nicht zu kalt mit der kurzen Hose?“ Und er meinte nur: „Nee gar nicht. Ich habe gerade meine Ernährung umgestellt und hab seitdem total viel Energie.“

Ich dachte, er kommt mir jetzt mit Low Carb um die Ecke, weil er mega durchtrainiert aussah und viele Männer das machen. Aber er meinte, er ernährt sich seit ein paar Tagen von Rohkost und weiß seitdem nicht mehr wohin mit seiner Energie. Das fand ich so toll!

Ich hoffe, dass dir diese Tipps dabei helfen, auch wohlig warm durch den Winter zu kommen. Falls du doch einmal Lust auf etwas Gekochtes hast, ist das auch OK. Erlaube dir das, denn Verbote sind nicht gut und bewirken nur, dass wir gern ausbrechen wollen. Ich lebe ganz nach dem Motto „alles kann, nichts muss“ und fahre damit richtig gut.

Und jetzt bist du gefragt: Bist du eine Frostbeule oder bist du abgehärtet? Wie ergeht es dir im Winter? 

Ich freue mich sehr darauf, von dir in den Kommentaren unter diesem Post zu lesen.

Leave a Reply