Spirulina, Maca, Maulbeeren, Moringa, Chlorella… und auch einige andere Superfoods nutze ich gern, um mir das ein oder andere Rezept zu verfeinern. Aber brauche ich sie wirklich, um mich ausgewogen, vegan und gesund zu ernähren? 

Genau diese Frage habe ich neulich bei Instagram gestellt bekommen. Auch wenn diese super tollen Produkte mir das ein oder andere Gericht verfeinern und mir dabei helfen, mich an stressigen Tagen extra mit Nährstoffen zu versorgen, so sind sie nicht die Basis meiner Ernährung und auch nicht meine wirklichen Superfoods.

Wirkliche Superfoods sind frisches Gemüse, was am besten noch bei meinem Bauern um die Ecke direkt geerntet wurde, oder aber bald von meinem eigenen Balkon. Diese wahren Helden der Natur können neben den ganzen Pulvern leicht in Vergessenheit geraten, obwohl sie oftmals günstiger und vor allem sehr gesundheitsförderlich sind. 

DAS ULTIMATIV GESÜNDESTE GEMÜSE?

Diese Frage habe ich mir schon oft selber gestellt. Denn mein Ziel ist es, 120 Jahre alt zu werden. 

Welches Gemüse ist das ultimativ gesündeste Gemüse? Von welchem Lebensmittel sollte ich täglich mehr essen, um mein Ziel zu erreichen?

Ich möchte mich immer so nährstoffreich wie möglich ernähren. Allerdings gibt es eine riesige Vielfalt an Lebensmitteln, aber nur begrenzt Platz in meinem Bauch. Da will ich natürlich zu den richtigen Dingen greifen.

Eine gesunde Ernährung sollte immer möglichst farbenfroh und abwechslungsreich sein und aus einer Vielzahl verschiedener Obst- und Gemüsesorten bestehen. Ich habe für mich 5 Gemüsesorten gefunden, die durch ihre extrem wertvollen und vielen Nährstoffe herausstechen und die ich fast täglich esse.

Ich habe sogar wieder angefangen ein paar gekochte Dinge mit in meine Ernährung zu integrieren, weil sie so nährstoffreich, günstig und lecker sind. 

1. SPROSSEN

Sprossen sind so gesund und sprotzen nur so voller Nährstoffe und Chlorophyll. Das wundervolle daran ist, dass du sie dir jederzeit, erntefrisch selbst zu Hause machen kannst. Ein Video wie ich das mache, findest du hier. 

Sprossen sind nicht nur reich an Nährstoffen, sondern auch noch richtig günstig. Eine Packung Sprossen, die für 10-15 Liter fertig gekeimte Sprossen reicht, kostet im Bioladen gerade mal 2 €. Im Vergleich zu einem Salatkopf, der auch 2 € oder mehr kostet, ist das ein richtiges Schnäppchen.

Schon eine Hand voll Sprossen täglich, können für dich einen großen Unterschied machen.

Meine Lieblingsgerichte sind Noriröllchen mit Sprossen gefüllt oder ein leckerer Sprossensaft.

2. WILDKRÄUTER

Wildkräuter werden oftmals übersehen. Vor allem bei uns Stadtmenschen. Die Wildkräuter in den Parks sind aufgrund von Abgasen und Hunden kaum noch zu genießen. Aber nur weil wir sie übersehen, heißt es nicht, dass sie nicht gut sind. 

Wildkräuter haben eine richtig hohe Nährstoffülle und verbergen daneben auch noch Wirkungen, von denen Salate aus dem Supermarkt nur träumen können. Brennesseln wird nachgesagt, dass sie entgiftend wirken. Löwenzahn soll gegen Völlegefühl und Blähungen helfen. Ackerschachtelhalm ist sehr reich an Silizium und damit richtig gut für das Bindegewebe. So hat jedes Kraut seine Aufgabe und Wirkung. 

Wildkräuter eignen sich perfekt in grünen Smoothies mit Obst, denn dadurch bleibt der leicht bittere Geschmack verborgen. Wenn du schon abgehärtet bist, kannst du Wildkräuter auch im Salat oder als Saft zu dir nehmen.

Ich würde gern noch mehr frische Wildkräuter essen, schaffe es momentan aber leider nicht. Deswegen nehme ich diese zur Zeit in getrockneter Form zu mir.

3. KREUZBLÜTLER

Zu den Kreuzblütlern gehören beispielsweise Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Ruccola, Pak Choi, Grünkohl, Chinakohl und weitere Kohlsorten. Sie enthalten alle einen Wirkstoff, Namens Sulforafan. Dieser soll unter anderem die Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger und Schadstoffe, sowie die Sehkraft stärken und entgiftend wirken. Kreuzblütler enthalten nicht wirklich Sulforafan, sondern den Vorläufer davon. Durch das Kauen wird dann Sulforaphan gebildet. 

Da das Vorläufermolekühl von Sulforaphan hitzeempfindlich ist, wird es beim Kochen zerstört. Deswegen ist es am besten, Kreuzblütler roh zu essen, oder aber das Gemüse 45 Minuten vor dem Kochen aufzuschneiden. Denn nach dieser Zeit hat sich Sulforaphan gebildet und das ist hitzebeständig. 

In Zukunft kannst du Kreuzblüter also entspannt vorschnippel und dann einfach nur warten, bis Mutter Natur ihre Wunder vollbringt.

Meine Lieblings-Kreuzblütler sind mit Abstand Brokkoli und Chinakohl. Brokkoli esse ich am liebsten mit einem leckeren Dip. Chinakohl verarbeite ich fast immer zu Kimchi.

4. GEKEIMTE SAATEN

Ja ich weiß, das ist kein Gemüse. Nur sind sie für mich genauso wichtig und deswegen möchte ich sie hier mit aufführen. Gekeimt Saaten sind meiner Erfahrung nach noch gesünder als Nüsse. Viele Saaten wie Hanfsamen, Leinsamen, Kürbiskerne und Chiasamen enthalten so wichtige Omega drei Fette. Viele Menschen nehmen zu viel Omega 6 und zu wenig Omega 3 zu sich. Dadurch kommt es zu einem ungesunden Verhältnis zwischen diesen beiden Fettsäuren, was zur Folge haben kann, dass der Körper anfälliger für Entzündungen und Krankheiten wird. 

Außerdem ist das Thema “gesunde Fette” für Frauen ganz wichtig. Das Hormonsystem braucht Fette und zwar die richtigen.

Ich habe lange den Fehler gemacht, zu wenig gute Fette zu essen und hatte jahrelang keine Menstruation. Deswegen achte ich heute umso mehr darauf, dass ich immer ausreichend gekeimte Saaten in meine Ernährung integriere. Ganze Saaten finde ich viel gesünder als raffinierte Öle. Denn Samen enthalten nicht nur Fette, sondern auch andere wertvolle Stoffe. Wobei Öle wirklich fast nur Fette enthalten.

Ich keime meine Saaten vorher, weil ich dann die Bioverfügbarkeit um ein vielfaches steigere und schädliche Stoffe abgebaut werden. Mehr dazu kannst du in den folgenden Blogposts nachlesen.

5. HÜLSENFRÜCHTE

Auf das Thema Hülsenfrüchte bin ich erst vor kurzem gestoßen. Als ich den Nährwertcheck erstellt habe, ist mir aufgefallen, wie nährstoffreich diese sind. Seit dem habe ich angefangen, Hülsenfrüchte, auch gekocht, ab und zu in meine Ernährung zu integrieren. 

Sie sind unter anderem reich an Ballaststoffen, Kalzium, Natrium, Selen, Eisen, Folsäure und Proteinen. 

In gekeimter Form mag ich sehr gern Mungbohnen, Kichererbsen, Erbsen und Linsen. Zum Kochen nutze ich weiße Bohnen, Azukibohnen, Pintobohnen und Kidneybohnen. Bohnen sind roh giftig, was ich leider einmal selbst erfahren musste.

Ich esse gekochte Hülsenfrüchte gern zu meinen Salaten oder auch danach. Wenn ich für Samuel und Laurella Gerichte mit Hülsenfrüchten zubereite, wie zum Beispiel Chili sin Carne oder Linsensalat, koche ich oftmals etwas mehr von den Hülsenfrüchten und esse diese dann selber. Wenn es mal schnell gehen muss ist es immer super, ein paar vorgekochte Hülsenfrüchte im Kühlschrank zu haben.

PROBIER DICH DURCH!

Manchmal sagen mir Laurella und Samuel, sie mögen gewisse Gemüsesorten nicht. So war das bei Bohnen und Linsen. Als ich dann aber eine Variante von Chili sin Carne und aus langweiligen Linsen einen Protein- und Eisenboost gemacht habe, sah die Welt ganz anders aus.

Wenn ich heute frage, was wollt ihr gern essen, lautet die Antwort entweder Linsensalat oder Chili sin Carne. Es gibt so viele wundervolle Gemüsesorten und Wege, diese zuzubereiten. 

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Beitrag inspirieren, diese Gemüsesorten auch öfter oder sogar täglich in deinen Speiseplan zu integrieren. Welche dieser Gemüsesorten möchtest du am liebsten sofort täglich essen?

 

Lass mich unten in den Kommentaren sehr gern wissen, ob du Lust auf mehr solcher Ernährungstipps & Rezepte hast.

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