Früher bin ich nie ungeschminkt auf die Straße gegangen und habe alle Kosmetikprodukte fertig im Laden gekauft. Heute mache ich sowohl meine Bodylotion als auch meine Zahncreme selber. Dieser Wandel kam definitiv nicht von heute auf morgen, aber die Geduld hat sich gelohnt, denn dank den vielen schrittweisen Veränderungen genieße ich heute die Vorteile davon:

  • schöne, geschmeidige Haut 
  • weniger anfällige Zähne 
  • weniger Verpackungsmüll 
  • weniger Chemikalien 
  • und ein stärkeres Selbstbewusstsein

um nur einige zu nennen.

Anfangs habe ich meine Körper- und Gesichtscreme auf der Basis von *Kokosöl

hergestellt. Allerdings mag ich das vor allem in den milden Jahreszeiten und habe gemerkt, dass meine Haut gerade bei kaltem Wetter etwas mehr braucht. Ich hatte damals im Winter trotz des Kokosöls unangenehme trockene Stellen.

Irgendwann hat mich glücklicherweise eine Freundin darauf gebracht, Kakaobutter als Basis zu nehmen. Und ich kann dir nur sagen: Ich liebe es!
Deswegen möchte ich das Rezept für meine heißgeliebte Basis-Bodylotion mit dir teilen, in der Hoffnung, dass du auch Lust hast, es einmal nachzumachen. Vielleicht bist du ja genauso begeistert wie ich 🙂

ZUTATEN (für etwa vier 250 ml Gläser):

 

  • 500 g *Kakaobutter
  • 250 ml Hanföl
  • 200 ml Mandelöl
  • 2 EL *Vitamin E Öl
  • 40 g *Arganöl
  • ätherische Öle nach Wahl. Ich habe die Öle Mut, Purification, Lavendel und Stress Away von Young Living genutzt. Es geht aber auch jedes andere naturreine ätherische Öl, das dir gefällt.

ZUBEREITUNG:

  1. Schmelze die Kakaobutter in einem Wasserbad oder in einem Topf bei geringer Hitze. 
  2. Fülle das Öl in ein etwas breiteres, aber nicht zu hohes Gefäß. Gib die ätherischen Öle hinzu und lasse die Masse bei Zimmertemperatur leicht fest werden, sodass sich noch ohne Probleme mit einer Gabel quetschen lässt. 
  3. Schlage dann die Creme mit einem Handrührgerät auf und fertig ist deine Kakaobutter-Sahne. 
  4. Fülle dir die Körperlotion in kleine, sauber ausgespülte und sorgfältig getrocknete Gläser ab. Achte unbedingt darauf, dass du so hygienisch wie möglich arbeitest und auch die verwendeten Schüsseln, Löffel etc. blitzsauber sind. So erhöhst du die Haltbarkeit deiner Creme ganz enorm.

Ich bestelle mir sowohl mein Kokosöl als auch die Kakaobutter in Bioqualität sehr gern bei *Suessundclever, denn die liefern die gesamte Ware in kompostierbaren Verpackungen klimaneutral zu mir nach Hause. Somit fällt kein unnötiger Plastikmüll an und ich kann gleich noch meine geliebten Maulbeeren nachordern 🙂

Wenn du dort auch einmal bestellen möchtest, dann nutze den Code rawfood10. Damit bekommst du ganze 10 % Rabatt auf jede deiner Bestellungen und entdeckst vielleicht noch die ein oder andere Leckerei für dich.

MEINE TIPPS:


Bei mir hat die Herstellung der Creme nicht gleich auf Anhieb geklappt und je nach Qualität und Wahl der Öle kann das Ergebnis ziemlich unterschiedlich ausfallen. Damit du nicht alle Fehler selbst machen musst, hier meine Tipps und Erfahrungen:

  • Wenn die Öle nicht wieder fest werden, dann versuche als erstes, die Masse in den Kühlschrank zu stellen. Schau alle 30 Minuten nach, ob die Creme fest wird oder nicht. 
  • Sollte sie nicht fest werden, gib etwas mehr flüssige Kakaobutter hinzu (etwa 100 ml) und schaue, ob sich die Konsistenz verbessert. 
  • Ich habe bis jetzt immer ein Handrührgerät zum Aufschlagen der Creme genutzt. Mit einem Hochleistungsmixer sollte es aber auch funktionieren. 
  • Ich mag in den verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Düfte. Deswegen bereite ich mit oftmals eine größere Menge auf einmal zu und unterteile sie mir in 4 Teile, bevor ich die Creme aufschlage. Zu jedem Teil gebe ich dann die verschiedenen ätherischen Öle. So habe ich jederzeit verschiedene Cremes parat und kann ganz nach Laune entscheiden, auf welches Aroma ich Lust habe.
  • Ich nutze bei jedem Mal neue oder andere Pflanzenöle. Ich habe für mich auch Moringaöl und Baobaböl entdeckt. Teste aus, welche Varianten dir am besten gefallen. Wichtig ist dabei nur, das Verhältnis von Kakaobutter und den anderen Ölen in etwa einzuhalten. 

Das Video zu diesem Rezept findest du hierDort kannst du Schritt für Schritt sehen, wie ich die Kakaobutter-Sahne zubereite. Ich mache gleich immer eine große Portion, um auch etwas von der fertigen Creme an Freundinnen zu verschenken. Das ist ein super schöner Treat und eine tolle Überraschung und ich hatte noch niemanden, der sich nicht darüber gefreut hätte.

In dem Video habe ich kein Mandelöl genutzt. Ich habe damals diese Bodylotion zum ersten Mal gemacht. Deswegen musste ich mit dem Verhältnis der Öle noch etwas experimentieren.
Trotzdem siehst du hier sehr gut, wie die Creme grundsätzlich hergestellt wird.

Ich finde diese Lotion besser als herkömmliche Cremes, weil sie reichhaltig ist, schnell einzieht, richtig wertvolle Inhaltsstoffe enthält, die Haut lange mit intensiv pflegenden Fetten versorgt, frei von synthetischen Zutaten ist und ich für meine ganz unverwechselbare Note meine eigenen Lieblingsdüfte verwenden kann.

Und jetzt bist du gefragt:

Hast du Bodylotion oder generell Creme schon einmal selbst gemacht? Hättest du gedacht, dass es so einfach ist? Welches ätherische Öl ist dein Favorit für einen feinen Duft oder magst du es am liebsten pur?

Ich freue mich sehr auf deinen Kommentar unter diesem Blogpost und helfe dir auch gern, falls du weitere Fragen zu dieser Bodylotion hast.

6 Comments

  • Avatar Jutta sagt:

    Was mache ich falsch? Ich habe mich an die Mengenangaben gehalten, aber auch Stunden später ist es noch flüssig 🙁

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Liebe Jutta,

      Wie schön von dir zu lesen. Ich freue mich so, dass du diese Körperlotion ausprobierst.
      Das kann daran liegen, dass es momentan zu kalt ist. Versuche bitte mal die Körperlotion in den Kühlschrank zu stellen. Wenn das auch nichts bringt, dann gib mehr Kakaobutter hinzu. Alles liebe deine Maria

  • Avatar Rebekka sagt:

    Hallo Maria!
    Meine Frage bezieht sich auf deine selbstgemachte Bodybutter. Ich habe sie etwas umgewandelt und lediglich mit Sheabutter, Kakaobutter (Shea- und Kakaobutter zu gleichen Teilen), Vitamin E und einem ätherischen ÖL nachgemacht. Nach dem Aufschlagen war sie wunderbar fluffig. Jetzt ist sie jedoch sehr hart geworden. Wenn ich sie also benutzen möchte, so muss ich quasi ein Stück Creme herausbröckeln und es in meiner Hand schmelzen lassen.
    Hast du einen Tipp, was ich beim nächsten Mal tun könnte, dass die Bodybutter nicht hart wird?
    Viele Grüße 🙂

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Hallo liebe Rebecca,

      ich freue mich so, dass du dir diese geniale Bodylotion auch machst.
      Es klingt ganz danach, als hast du zu viel Kakaobutter genutzt. Ich würde den Anteil nächstes Mal verringern. Dann wird die Creme nicht so fest und bleibt schön fluffig.

      Alles liebe und viel Spaß damit.
      Deine Maria

  • Avatar Verena sagt:

    Hallo liebe Maria,
    Ich habe gerade dein Rezept entdeckt und frage mich, ob man die Bodybutter nur in Kombination mit Wasser auftragen kann, weil das ja ausschließlich Öle sind, die doch pur aufgetragen, austrocknen können? Wäre großartig, wenn du mir dazu was sagen könntest.
    Mach weiter so.. LG

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Liebe Verena,

      wie schön von dir zu lesen.
      Diese Bodybutter trägst du auf die trockene Haut auf. Das ist eine ganz weiche, feine Creme, die sich leicht verteilen lässt. Wenn du das möchtest, kannst du sie auch mit Wasser auftragen, aber es ist nicht notwendig.
      Ich wünsche dir ganz viel Freude damit

      Alles liebe deine Maria

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