Hast du Sauerkraut schon einmal selbst gemacht? 

Ich habe mich lange davor gesträubt. In Schweden hatte ich das mal mit einer Freundin versucht. Das hat so lange gedauert und war dann leider auch nicht so lecker, so dass ich danach das Interesse daran verloren und der Fermentation den Rücken zugewandt habe. Leider.

Mittlerweile habe ich die Welt der Fermentation wieder für mich entdeckt, denn diese Milchsäurebakterien die beim Fermentationsprozess entstehen sind so gesund, vor allem für den Darm.  

Außerdem habe ich das beste Rezept entwickelt, was ich ungelogen jeden Tag essen könnte. Selbst mein Opa hat gesagt, dass er noch nie so ein leckeres Sauerkraut gegessen hat. 

Zu Weihnachten werde ich ihm dieses Jahr definitiv ein Glas davon schenken. Das ist zwar noch eine Weile hin, aber man kann ja nie früh genug anfangen, Ideen zu sammeln:-).

SALZ ODER NICHT SALZ, DAS IST DIE FRAGE.

Am Anfang meiner Rohkosternährung habe ich auf Salz komplett verzichtet und dieses durch Algen ersetzt. Salz trocknet den Körper aus und Algen enthalten auch gesundes Jod. Mit den Jahren habe ich diese “Regel”, kein Salz zu essen, etwas gelockert. 

Ich verwende es nur sehr sparsam und dieses Sauerkraut Rezept ist einfach so viel besser mit etwas Salz. Du kannst Sauerkraut auch ganz ohne Salz machen (mit Zitrone und Wasser), allerdings habe ich das bis jetzt noch nie probiert. 

Ich nutze am liebsten pinkes Himalayasalz. Für das Rezept heute habe ich allerdings Steinsalz genutzt, weil es im Unverpacktladen gerade nur dieses gibt. 

WARUM IST SAUERKRAUT SO GESUND?

Es gib für mich drei Hauptgründe, warum ich Sauerkraut so gern esse. 

  1. Es schmeckt unglaublich lecker.
  2. Aufgrund der gesunden Milchsäurebakterien, die bei der Fermentation entstehen ist es so gesund, vor allem für den Darm.
  3. Weißkohl ist günstig, reich an Vitamin C und im Winter ein Gemüse was regional und saisonal ist. (Außerdem hat Weißkohl eine blutverdünnende Wirkung, was gut ist, wenn man mal Kopfschmerzen hat. Das wirkt dann  wie eine natürliche Aspirin.)

Vitamin C ist vor allem im Winter sehr wichtig für unser Immunesystem, denn in den dunklen Monaten ist das manchmal etwas angeschlagen. Dadurch, dass ich Sauerkraut schlemme, kann ich da super entgegen wirken. 

Wenn du wissen möchtest, wo du all deine Nährstoffe aus natürlichen Quellen herbekommst, dann ist der Nährwertcheck deine schnelle Antwort darauf. 

TIPPS ZUR SCHNELLEN ZUBEREITUNG

Du weißt sicher, dass ich es liebe Prozesse so effektiv wie möglich zu gestalten. So auch die Essenszubereitung. Deswegen hier noch ein paar sehr hilfreiche Tipps, wie Sauerkraut ganz schnell geht:

  1. Nutze zum Hacken des Kohls und der Möhren *eine Küchenmaschine. Meine gibt es so leider nicht mehr, aber in kleiner Ausführung gib es sie noch. Der größte Zeitaufwand bei Sauerkraut ist nämlich das Schnippeln, Hobeln oder Hacken.
  2. Massiere nicht ewig. Du Brauchst den Kohl nicht ewig massieren. Es reicht, wenn du das Salz leicht einmassierst, damit die Zellwände aufbrechen. Dann kannst du den Kohl 10 Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit kannst du andere Sachen machen und das Wasser aus den Zellen entweicht von allein. 
  3. Mache gleich mehrere Gläser. Das Sauerkraut hält sich fertig im Kühlschrank mehrere Wochen und Monate. Ich mache gleich immer 3 x 2 Liter Gläser voll oder 5-6 1 Liter Gläser. Dann hast du nur einmal die Arbeit, aber ganz lange den Genuss.

ZUM REZEPT:

Zutaten:

  • 400 g Weißkohl (ohne Strunk)
  • 50 g Möhren
  • 1/2 Apfel
  • 10 g Steinsalz
  • 1 TL Kümmel
  • 1 L Wacholderbeeren
Zubereitung:

  1. Hobel den Kohl, die Möhren und den Apfel in feine Streifen.
  2. Gib das Salz hinzu und massiere es kurz ein.
  3. Lasse alles für 10 Minuten ruhen, bis sich genug Flüssigkeit gebildet hat. Gib nun die verbleibenden Zutaten zum Kraut und verrühre alles ein letztes Mal. (Ich mache das gern mit den Händen.)
  4. Stopfe das Sauerkraut nach und nach in ein Mason Ball Glas. Es ist ganz wichtig, dass du immer wieder nachstopfst, damit so wenig Luft wie möglich im Glas verbleibt. 
  5. Als letztes legst du einen Glasbeschwerer auf das Kraut, deckst das Glas mit einem Fermentationsdeckel ab und schraubst es zu. Es ist ganz wichtig, dass der Kohl und der Glasbeschwerer bis oben mit Flüssigkeit bedeckt sind. Ansonsten wird das Sauerkraut schimmelig.
  6. Lasse das Kraut bei Zimmertemperatur für 4 Tage fermentieren. (Ich lege immer ein Handtuch unter die Gläser, weil oftmals etwas Flüssigkeit rausläuft. Das ist aber ganz normal.) Danach kannst du es an einen kühleren Ort stellen und den Fermentationsdeckel durch den normalen Metalldeckel ersetzen. Nach 1 Woche ist das Kraut bereit für den Kühlschrank. Dort hält es sich bis zu 6 Monaten.

Ich nutze zum Würzen Kümmel und Wacholder Beeren. Finde gern für dich heraus, mit welchen Gewürzen du dein Sauerkraut am liebsten magst. Sei da ganz kreativ.

DU HAST KEIN FERMENTATIONSKIT?

Dann habe ich hier für dich Alternativen. Ich habe mir *ein Fermentationskit zugelegt weil ich es so praktisch finde und es wirklich regelmäßig nutze. Wenn du allerdings gerade am Anfang der Fermentation stehst, dann geht das auch ohne.

Als Stopfer kannst du einfach den Stopfer von deinem Mixer nutzen oder deine Faust.

Anstelle des Glasbeschwerers kannst du ein kleines, altes Glas nutzen, was in dein Glas mit dem Sauerkraut oben drauf passt. Wenn das Glas sehr schmal ist, decke das Kraut mit einem Weißkohlblatt ab, sodass wirklich das gesamte Kraut nach unten gedrückt wird.

Den Fermenationsdeckel musst du nicht haben. Wenn du diesen nicht hast ist es aber sehr wichtig, dass du das Glas jeden Tag lüftest, damit die überschüssige Luft entweichen kann. Nicht, dass dir das ganze Glas um die Ohren fliegt. 

DEIN SAUERKRAUT WIRD SCHLECHT?

Dann liegt das eventuell an folgenden Dingen:

  • Die Gläser waren nicht ganz sauber bevor sie genutzt wurden.
  • Das Kraut ist nicht ausreichend mit Flüssigkeit bedeckt gewesen.
  • Das Kraut stand zu lange an einem zu warmen Ort.

EIN LETZTER TIPP...

…für den vollen Geschmack.

Ich esse die Wacholderbeeren nicht mit. Die nutze ich nur für den Geschmack und suche sie vor dem Verzehr raus.

Meine Mason Ball Gläser bestelle ich mir bei Koro. Dort gib es diese gleich in einem Großpack. Ich nutze sie nämlich nicht nur zum Fermentieren, sondern auch zum Aufbewahren von meinen Samen, Nüssen und anderen Vorräten.

Ich habe alle Größen zu Hause, groß, mittel und klein. Von den Mittleren habe ich am meisten, aber mittlerweile mache ich selbst in den großen Gläsern schon Kimchi und co. 

Wenn du auch einmal bei Koro bestellen möchtest, nutze den Code “rawfood”, denn damit bekommst du 5% Rabatt auf jede deiner Bestellungen.

Diese Woche werde ich zum ersten Mal versuchen, Sauerkraut ganz ohne Salz zu machen. Wenn das klappt, soll ich das Rezept dafür dann auch mit dir teilen? Glaubst du überhaupt, dass es geht?

 

Ich freue mich ganz doll über deinen Kommentar dazu unter diesem Post und wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und Genießen. 

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