• Ernährst du dich ausgewogen? 
  • Bist du gesundheitsbewusst? 
  • Achtest du bei Lebensmitteln auf Qualität? 

Für uns trifft das auf jeden Fall zu und trotzdem habe ich des Öfteren bei der Qualität unserer Lebensmittel Ausnahmen gemacht. Diese Ausnahmen sind uns leider zum Verhängnis geworden, denn wir haben die meist unsichtbaren Gefahren, die die konventionelle Landwirtschaft mit sich bringt, unterschätzt.

Was genau passiert ist? Wir haben uns auf einen krebserzeugenden Stoff namens Glyphosat testen lassen und sowohl die Kinder als auch ich sind belastet. Mehr dazu erzähle ich dir in diesem Video. 

Diesen Fehler möchte ich dir ersparen und deswegen soll es hier heute darum gehen, warum DU unbedingt auf Bio-Qualität achten solltest. Für dich selbst, für deine Kinder und für die Zukunft unserer Erde. Wenn du grundsätzlich wissen möchtest, wie du zwar gut und viel bio, aber auch günstig einkaufen kannst, dann ist dieser Artikel als Ergänzung für dich geeignet. Ich werde dir hier auch aufzeigen, wo die Schwachstellen der Biosiegel liegen und meine Gründe mit dir teilen, warum ich diese trotzdem weiterhin kaufen werde.

Wir alle haben nur eine Gesundheit und wenn es diese nicht mehr gibt, hat es unsere Seele ziemlich schwer, ein fröhliches Leben zu leben.

WIE SICHER IST BIO-QUALITÄT?

Kann ich den verschiedenen Bio-Siegeln denn trauen? Diese Frage wird mir oft von Freunden und Familien gestellt. Leider garantieren einige Bio-Siegel nicht immer das, was wir uns unter dem perfekten Bio-Produkt vorstellen. Das liegt daran, dass die Kriterien, die diese an ihre Erzeuger stellen, sehr unterschiedlich sind, egal ob es um die Anzahl der Tiere oder um die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit geht.

Obwohl z. B. das EU-Bio-Siegel zwar schon für eine sehr viel bessere und umweltfreundlichere Qualität steht als das bei konventioneller Produktion der Fall ist, sind seine Richtlinien doch an einigen Stellen noch verbesserungswürdig. Beispielsweise dürfen auch konventionelle Samen verwendet werden, wenn es nicht genug Bio-Saatgut gibt und der Betrieb muss auch nicht komplett bio bewirtschaftet werden. 

Die höchsten Ansprüche an die Bauern stellt das Demeter-Siegel, aber auch Naturland und Bioland sind strenger als die EU-Vorgaben. Dass die Produkte aber nie irgendetwas Schädliches abbekommen haben, können aber auch diese Labels nicht garantieren, denn wir leben nun einmal nicht in einer perfekten Welt. Wir haben bereits über Jahrzehnte hinweg viele Chemikalien eingesetzt und diese sind mittlerweile so weit verbreitet (in der Luft, dem Wasser und den Böden), dass wir uns gar nicht mehr zu 100 % davor schützen können.

Das ist verwirrend, aber immerhin sind alle Bio-Produkte definitiv sehr viel weniger mit Pestiziden belastet und werden in den meisten Fällen auch viel umweltfreundlicher angebaut als konventionelle Ware.

Alles was wir machen können ist, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Und das ist es, was für uns zählt.

DAS RISIKO IN PRODUKTEN AUS ÜBERSEE

Viele Produkte wie Bananen oder Mangos, die es zwar in Bio-Qualität gibt, die aber in Europa nicht oder nicht in ausreichenden Mengen wachsen, werden logischerweise importiert. Die Produzenten in den fernen Ländern müssen sich an die EU-Bio-Richtlinien halten, denn nur dann dürfen ihre Waren hier auch als Bio verkauft werden. Außerdem gibt es einige Bio-Firmen, die in weit entfernten Ländern stabile Partnerschaften mit ihren Produzenten gebildet haben, dort ein sehr genaues Auge auf die Anbaubmethoden und den Schadstoffgehalt der Ware haben.

Das Problem ist, dass manche Länder außerhalb der EU kritische Dinge wie Gentechnik und Pestizide liberaler handhaben als z. B. Deutschland und natürlich auch nicht jedes einzelne Produkt, das importiert wird, genau kontrolliert werden kann. Damit steigt bei Lebensmitteln aus Ländern wie den USA, in denen für alle konventionelle Nahrungsmittel genmanipuliertes Saatgut oder auch genmanipulierte Inhaltsstoffe eingesetzt werden dürfen, das Risiko, dass solche Substanzen auch in der Bio-Ware von dort enthalten sind. Samen, Pollen und kleine Teile genmanipulierter Pflanzen verbreiten sich nämlich auch unbeabsichtigt recht weit und können Bio-Flächen verunreinigen. Die Folgen von genmanipulatierten Nahrungsmitteln sind bei weitem noch nicht richtig erforscht und daher ist die Frage, ob du diese Stoffe in deinem Körper haben möchtest oder aber nicht. 

Nahrungsmittel, die davon sehr betroffen sind, sind Mais, Papaya, Raps und Soja. Produkte aus Übersee mit solchen Zutaten sind deswegen meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. 


Ich versuche daher auch verstärkt Lebensmittel, die es in Bio-Qualität auch aus Europa gibt, nicht aus Übersee zu beziehen.

WAS IST MIT GLYPHOSAT?

Glyphosat ist ein sogenanntes Totalherbizid, das alle Pflanzen vernichtet, außer denen, die gentechnisch so behandelt wurden, dass die dagegen resistent sind. Die Krebsforschungsagentur der WHO (World Health Organisation) hat bereits eingeräumt, dass dieses Gift krebserregend sein soll. Des weiteren besteht der Verdacht, dass es das Erbgut schädigen kann. Seit 1974 wird es in großen Mengen in der Landwirtschaft, im Gartenbau, der Industrie und in Haushalten eingesetzt und kann wohl mittlerweile selbst in der Luft nachgewiesen werden.  Das bedeutet, dass wir uns heute wohl kaum noch zu 100 % davor schützen können. Aber wie heißt es immer so schön? Die Dosis macht das Gift. Das bedeutet, dass es durchaus Sinn macht, die persönliche Belastung möglichst gering zu halten. 

Die Gefahr dabei ist, dass wir diese Chemikalien nicht mit dem bloßem Auge sehen. Wir sehen nicht, ob ein Apfel verseucht ist oder nicht. Wir spüren auch nicht sofort, wenn wir in einen mit Chemikalien behafteten Apfel beißen. Wir werden es vielleicht erst merken, wenn es schon zu spät ist. 

Außer Glyphosat gibt es noch ganz viele andere landwirtschafliche Chemikalien, die vielleicht noch nicht so bekannt und erforscht sind. Aber nicht nur wegen diesen Stoffen, sondern auch noch aufgrund anderer Fakten sollten wir alle konsequent Bio-Qualität wählen:

1. Die Richtwerte, wie viel Chemikalien auf konventionell angebautem Obst und Gemüse zurückbleiben dürfen, gehen davon aus, dass wir täglich 5 Stücke Obst und Gemüse essen. Wenn du also 5 Äpfel isst, dann darf ein Apfel nur so viel Chemikalien enthalten, dass, wenn man es mit 5 multipliziert, der Grenzwert, ab dem es giftig oder schädlich wird, nicht überschritten wird. Da wir jeden Tag weit mehr als 5 Stücke Obst und Gemüse essen, macht es für uns absolut Sinn auf Bioqualität zu achten, um diese Grenze nicht ständig zu überschreiten.   
2. Neueste Studien in den USA haben gezeigt, dass die Pestizide aus der Landwirtschaft in die Muttermilch übergehen. Hier kannst du mehr darüber lesen.

WO BEKOMMST DU DEINE NÄHRSTOFFE HER?

3. Wenn man mal versucht, eine Kartoffel aus der konventionellen Landwirtschaft und eine Biokartoffel wieder anzupflanzen, dann wirst du den Unterschied mit eigenen Augen sehen. Hier mal ein interessantes Video einer Schülerin dazu.

4. Die Chemikalien, die in der konventionellen Landwirtschaft benutzt werden, sind eine der Hauptursachen für das Bienensterben. Wenn die Bienen sterben, dann sterben auch wir, denn sie sind nicht nur unglaublich wichtig für das Ökosystem sondern auch die hauptsächlichen Bestäuber unserer Nahrungspflanzen.
5. Meiner Erfahrung nach machen Bioobst und -gemüse besser satt. Möglicherweise liegt das daran, dass sie oft mehr sekundäre Pflanzenstoffe enthalten als ihre konventionellen Kollegen oder auch daran, dass einige Anbauverbände Wert darauf legen, den Boden fruchtbar und nährstoffreich zu erhalten. Außerdem schmecken mir Bio-Produkte in den meisten Fällen auch besser.
6. Die meisten Chemikalien befinden sich oftmals auf der Schale. Es ist aber auch so, dass sehr viele Vitamine direkt unter oder in der Schale sitzen. Wenn ich Bioqualität kaufe, dann spare ich mir nicht nur das Schälen, sondern bekomme auch noch extra Nährwerte, denn so kann ich die Schale guten Gewissens einfach mitessen.
7. Bioprodukte sind nicht nur für uns Endverbraucher besser, sondern auch für die Erzeuger. Pestizide schaden auch denjenigen, die sie einsetzen und der Verzicht darauf bewahrt auch die Bauern in der biologischen Landwirtschaft vor den negativen Folgen der Chemikalien. Außerdem haben viele Bio-Verbände höhere Sozialstandards, zahlen faire Preise, unterstützen ihre Vertragsbauern in einer umweltfreundlichen Anbauweise und bieten Bildungsmöglichkeiten für deren Kinder.

LUST AUF 60 LIEBLINGSREZEPTE?

8. Ich möchte ganz bewusst mit meinem Geld signalisieren, dass ich die Anwendung von riskanten Spritzmitteln nicht gut finde und möchte dies so wenig wie möglich unterstützen. Geld ist ein sehr kraftvolles Mittel und wir stimmen jeden Tag mit unserer Geldbörse darüber ab, was wir fördern möchten. Du entscheidest.
9. Ich möchte ganz bewusst mit meinem Geld signalisieren, dass ich die Anwendung von Chemikalien nicht gut finde und möchte dies so wenig wie möglich unterstützen. Geld ist ein sehr kraftvolles Mittel.
9. Wenn ich Bioprodukte wähle, dann sage ich auch ganz klar Nein zu genmodifizierten Produkten. Diese bekommen das Biosiegel nicht und damit bin ich auf der sicheren Seite. Ansonsten weiß man ja nicht, was man da isst.
10. In meinen Augen ist eine Landwirtschaft ohne Chemikalien nachhaltiger und besser für unseren gesamten Planeten und ich möchte, dass sowohl ich, meine Kinder und möglichst viele nachfolgende Generationen hier noch glücklich und unbeschwert leben können.

WAS WERDEN WIR VERÄNDERN?

Wir haben für uns deswegen entschieden, keinerlei Ausnahmen mehr bei Bio-Qualität zu machen. Wenn es also mal ein bestimmtes Obst oder Gemüse nicht in Bio-Qualität gibt, dann werden wir darauf verzichten.

Auch den Bestellservice werden wir vorerst wieder wesentlich weniger nutzen, denn die wenigsten Restaurant nutzen ausschließlich Bio-Produkte.

Selbst bei Trockenprodukten wie Samen, Nüssen, Pulvern und Trockenobst achten wir jetzt konsequent auf Bio-Qualität. Hier habe ich persönlich die meisten Ausnahmen gemacht und werde ab sofort konsequent bei *suessundclever bestellen. Dort ist alles in Bio-Qualität und wird plastikfrei zu uns nach Hause geliefert. Wenn du dieses Angebot auch nutzen möchtest, dann kannst du gerne den Rabattcode „rawfood10“ für 10 % Nachlass verwenden.

ICH KANN MIR BIO NICHT LEISTEN

Das habe ich früher auch gedacht. Ich habe damals in Schweden mit sehr wenig Geld auskommen müssen und mir trotzdem alles in Bioqualität gekauft. Ich habe gemerkt, dass ich einen Weg finde, wenn ich etwas wirklich will. Ansonsten finde ich eine Ausrede.

Ich habe damals geschaut, für welche Dinge ich Geld ausgebe und habe dabei festgestellt, dass jeden Monat relativ viel Geld für Klamotten, Kosmetikprodukte und elektronische Geräte draufging. Ich habe angefangen, für solche Dinge weniger Geld auszugeben und mehr in meine Gesundheit zu investieren. 

In dem Zusammenhang habe ich damals auch herausgefunden, dass es große Unterschiede gibt, wie doll gewisse Obst und Gemüsesorten von Pestiziden verunreinigt sind. So eine Liste findest du beispielsweise hier. Dort siehst du, aus welchem Grund bestimmte Sorten mehr oder weniger belastet sind als andere. Daran habe ich mich oft orientiert, wenn ich einmal in eine Situation gekommen bin, in der ich keine Bio-Qualität zur Verfügung hatte.

Natürlich weiß ich, dass ich die Entscheidung, nur noch Bio zu kaufen, für mich und meine Familie getroffen habe und dass deine Situation vielleicht eine ganz andere ist. Ich möchte dich gern dazu ermutigen, im Rahmen deiner Möglichkeiten bewusst einzukaufen und darauf zu achten, was auf deinem Teller landet, damit es dir und unserer Umwelt so lange wie möglich gutgeht.

Das schöne ist, dass wir alle jeden Tag bewusst entscheiden können, wie wir unseren Körper optimal versorgen. Wie wirst du dich in Zukunft entscheiden?

Ich freue mich ganz doll auf deinen Kommentar unter diesem Post und ich bin auch mega gespannt darauf, was du für Tipps und Tricks auf Lager hast, um auch mit kleinem Budget auf Bio setzen zu können.

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