• Kann man sich mit 20 € pro Woche gesund (roh)vegan ernähren? 
  • Können dabei alle Nährstoffe abgedeckt werden?
  • Ist das nicht furchtbar einseitig? 

Genau das wollte ich wissen und habe mich an ein Experiment gewagt: Kann ich mit mit 20 € pro Woche gesund vegan leben, ohne irgendwelche Mängel zu erleiden?

Immer wieder bekomme ich Kommentare dazu, dass gesunde Ernährung nur möglich ist, wenn man viel Geld hat. Das stimmt aber nur sehr bedingt. Ich habe früher selbst mit sehr wenig Geld gelebt und trotzdem konnte ich mich mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen. 

Heute erzähle ich dir alles über mein Experiment, wie ich es erlebt habe, wie ich in dieser Zeit supplementiert habe und wie ich es geschafft habe, die Kosten wirklich niedrig zu halten.

Wenn du direkt zu den Rezepten möchtest, dann klicke einfach hier und du springst direkt dorthin.

DAS EXPERIMENT

Ich habe mir selber (nicht der Familie) die Challenge gestellt, mich für 20 € in der Woche gesund fast (fast wegen den Erdnüssen, der Sojasoße und dem Sauerkraut, das du aber auch leicht selbst in Rohkostqualität herstellen kannst) rohvegan zu ernähren, ohne groß auf frische Säfte, Bio-Qualität oder wichtige Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten. Denn ich kann es nicht auf mir sitzen lassen, dass man anscheinend nur mit viel Geld gesund leben kann, wie viele Menschen verständlicherweise befürchten.

Ob das wirklich stimmt, werden wir ja sehen….

WO HABE ICH EINGEKAUFT?

Ich habe hauptsächlich online, bei Rewe oder in Discountern eingekauft. Bio-Qualität oder mindestens unbehandelte Ware waren mir dabei wichtig. Von dem, was ich im Laden gekauft habe, waren alle Produkte bio, bei den Online-Einkäufen war mein Hauptfokus auf unbehandelten Lebensmitteln. Weiter unten erkläre ich dir auch noch warum.

Am Ende dieses Posts verlinke ich dir außerdem alle meine Bezugsquellen und schreibe dir die Preise aus den Discountern/Rewe mit dazu. Somit kannst du meine Kalkulation noch besser nachvollziehen.

BIO IST NICHT GLEICH BIO

Es gibt viele verschiedene Bio-Siegel. Ich versuche, vermehrt auf Demeter zu achten, weil dieses Siegel für eine sehr bewusste und nachhaltige Arbeitsweise steht, die nicht nur auf künstliche Dünge- und Spritzmittel verzichtet, sondern auch einiges dafür unternimmt, dem Boden und damit auch den Lebensmitteln eine Menge Nährstoffe zurückzugeben und ihn fruchtbarer zu machen.

Auf Bauernmärkten achte ich darauf, dass die Waren nicht mit Pestiziden behandelt wurden und das Saatgut sehr alt ist. Nicht alle Kleinbauern können sich ein Bio-Siegel leisten und verzichten trotz eigentlicher Bio-Landwirtschaft deswegen darauf.

Bio heißt nicht, dass die Lebensmittel gar nicht behandelt sind. Auch bei Bio-Produkten dürfen gewisse Dünger genutzt werden. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, belies dich dazu gern im Internet. Gute Informationen findest du zum Beispiel hier. Hier kannst du mehr dazu lesen.

Auch die Bioqualität in den Läden variiert ziemlich. Discounter bieten schon viel Bio-Produkte an, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die frischen Lebensmittel im Bioladen am hochwertigsten sind. Dort sind allerdings auch die Preise höher. Deswegen habe ich für dieses Experiment die beste Alternative innerhalb meines Budgets gewählt. Das waren dann meist die Angebote beim Discounter, aber auch ab und zu einmal bei Rewe.

INWIEFERN WAR DIESE ERNÄHRUNG ANDERS ALS MEINE ALLTÄGLICHE ERNÄHRUNG?

Meine Speiseplan in dieser Woche war natürlich etwas anders als ich es sonst so gewöhnt bin. Schön war es aber auch, denn da ich das Essen so sehr zu schätzen gelernt habe, war ich jeden Tag besonders dankbar dafür, was ich mir aus diesem begrenzten Budget trotzdem noch alles Köstliches zaubern konnte.

Ich habe versucht, so viele Dinge wie möglich beizubehalten. Einmal die Bio-Qualität, dann täglich frische Säfte, alle Nährstoffe sollten abgedeckt sein, wichtige Nahrungsergänzungsmittel wollte ich nicht missen, Vitaminpulver sollte dabei sein und natürlich ganz viel frisches Obst und Gemüse. Denn auch wenn ich mit meinem Geld noch wie früher haushalten müsste, würde ich bei diesen Punkten keine Kompromisse machen wollen.

Ich habe aber wirklich bewusst keine hochpreisigen Produkte genutzt. An dem ein oder anderen Tag hätte ich das schon noch mit ins Budget hineinnehmen können. Allerdings wollte ich dir zeigen, dass es auch ohne mega lecker und gesund geht und du mit ein bisschen Know-How trotzdem alle Nährstoffe abdecken kannst. 

Auch den Selleriesaft, den ich sonst täglich trinke, war in meinem Budget nicht drin. Ich hatte anfangs Bedenken, dass sich das auf meine Verdauung auswirken könnte, aber das war glücklicherweise nicht der Fall und während des gesamten Experiments lief alles bestens. Ich denke, das habe ich den vielen gesunden Ballaststoffen zu verdanken.

WAR ES ABWECHSLUNGSREICH ODER EINSEITIG?

Ich habe diese Woche als sehr abwechslungsreich empfunden. Die Zutaten an sich habe ich jetzt nicht so viel variiert, wie ich es hätte machen können, allerdings waren die Gerichte geschmacklich jeden Tag ein Highlight. Es gab Suppe, Smoothies, gefüllte Sprossennester, Kräcker, Apple Crumple, Porridge, Müsli und vieles mehr.

Es waren sehr viele Möhren und ein Teil Rote Beete dabei. Das waren die Sachen, die ich zu dieser Jahreszeit kostengünstig bekommen habe. Im Laufe das Jahres verändert sich das und somit wird der Speiszettel über die Monate gesehen immer abwechslungsreicher als wenn man nur ein paar Wochen oder Tage für sich betrachtet. Im Winter beispielsweise gibt es eben mehr Kohl, im Frühjahr noch mehr Wildkräuter und wenn im Sommer z. B. die Zucchinis besonders günstig sind, dürfen die dann auch mit in den Einkaufskorb.

GEHT DAS AUCH IM WINTER?

Auf jeden Fall. Dieses Experiment hätte ich auch im Winter machen können, denn die Möhren, Äpfel und die Rote Beete wird es auch im Winter als Lagerware geben. Auch Sprossen und frische Kräuter kannst du im Winter in deiner Wohnung anpflanzen und in milden Gegenden gibt es auch im Winter noch einiges an Wildgrün zu ernten.

Ich sage immer, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wo keiner ist, da gibt es eine Ausrede. 

WAS HAST DU GENAU GEGESSEN?

Wie ich mich dann tatsächlich ernährt habe, ist natürlich die wichtigste Frage. Darum habe ich dir ganz penibel aufgelistet, was es in den 7 Tagen bei mir zu essen gab, inklusive der dazugehörigen Nährwerte und Kosten. Wenn dir manche Preise sehr niedrig vorkommen und du wissen möchtest, wie ich das geschafft habe, dann lies am besten gleich mal unten unter „Wie hast du die Kosten so niedrig gehalten?” nach. 

TAG 1

Kosten Tag 1: 2,58 €

1. MAHLZEIT

Apfel-Möhrenmus:

  • 3 Äpfel (0,50 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €) 
  • etwas Zimt (0,05 €) 

Toppings:

Gib alle Zutaten in deinen Mixer und verarbeite sie zu einem leckeren Brei. Bestreue ihn mit dem Vitamin-C-Pulver und den Rosinen.

Kosten: 0,81 €

2. MAHLZEIT

Sprossennester:

  • 300 g Alfalfasprossen (0,17 €) 
  • 200 g Linsensprossen (0,22 €) 
  • 6 – 8 Weißkohlblätter (0,20 €) 
  • 500 g Möhren gerieben (0,10 €) 
  • 200 g Tomaten vom Balkon (kostenlos) 
  • 1 Paranuss (0,08 €) 
  • 6 Pilze (Foodsharing) 

Leinsamendressing:

  • 50 g Leinsamen (0,12 €) 
  • 2 EL Sojasoße (0,10 €) 
  • 2 EL Apfelessig (0,02 €) 
  • 1 – 2 EL Sultatninen (0,10 €) 
  • Wasser 

Fülle die Weißkohlblätter mit den Sprossen und den restlichen Zutaten. Gib alle Zutaten für das Dressing in deinen Mixer und verarbeite sie zu einer leckeren Soße.

Kosten: 1,11 €

SNACKS & SÄFTE

Möhrensaft:

  • 1000 g Möhren entsaften 

Kosten: 0,20 €

Snack:

  • 100 g Erdnüsse (0,17 €) Diese sind keine 100 %-ige Rohkost, aber immer noch sehr lecker und nährwertreich.

Kosten: 0,17 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

2684 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

TAG 2

Kosten Tag 2: 2,02 

1. MAHLZEIT

Obstplatte:

  • Aprikosen 
  • Pflaumen 
  • 2 Salate 

Kosten 0 € (alles von Foodsharing)

2. MAHLZEIT

Nudeln mit Soße:

  • 500 g Möhren (0,10 €) 

Verarbeite die Möhren mit einem Spiralschneider zu Nudeln.

Dip:

  • 300 g Tomaten vom Balkon (kostenlos)
  • 20 ml Sojasoße (0,25 €) 
  • 1 – 2 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • 20 g Leinsamen (0,12 €) 

Gib alle Zutaten in deinen Mixer und mixe sie zusammen cremig.

Dazu:

  • 50 g Erdnüsse ( 0,08 €) 
  • 1 Paranuss (0,08 €) 
  • 10 – 15 Sellerie-Kräcker (Ich verlinke dir hier das Originalrezept. Diese Woche habe ich den Sellerietrester nur mit dem Trester von meinen grünen Säften aus Mangold und Küchenresten ersetzt und nur ein paar von den Leinsamen von heute genutzt. Das war genauso lecker und völlig kostenlos.)

Kosten: 0,73 €

SNACKS & SÄFTE

Rote Beete – Möhrensaft

  • 300 g rote Beete (0,16 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €) 

Kosten: 0,26 €

Snack:

  • 100 g Sonnenblumenkerne (0,11 €)

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

2855 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

TAG 3

Kosten Tag 3: 2,72 €

1. MAHLZEIT

Apple crumble

  • 3 Äpfel (0,50 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €) 
  • 50 g Rosinen (0,16 €) 
  • etwas Zimt (0,05 €) 

Topping

  • selbstgemachtes Vitamin-C-Pulver 

Alle Zutaten bis auf das Vitaminpulver in deiner Küchenmaschine oder im Mixer grob hacken. Mit Vitamin-C-Pulver verzieren und genießen.

Kosten: 0,81 €

2. MAHLZEIT

Möhrensuppe

  • 500 g Möhren (0,10 €) 
  • 2 El Apfelessig (0,02 €) 
  • 20 ml Sojasoße (0,25 €) 
  • 1 – 2 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • 50 g Leinsamen (0,12 €) 
  • optional Gewürze: Muskatnuss und Currypulver (Diese habe ich nicht berechnet.)

Alle Zutaten zusammen cremig mixen.

Dazu:

  • 10 -15 Sellerie-Kräcker (Rezept und Kosten siehe Tag 2.)
  • 200 g Linsensprossen (0,22 €) 
  • ein paar Alfalfasprossen (0,05 €) 
  • frische Kräuter vom Balkon (kostenlos)
  • 1 Paranuss (0,08 €) 

Kosten: 0,94 €

SNACKS & SÄFTE

Grüner Saft:

  • 1 Apfel (Foodsharing)
  • Mangold (Foodsharing)
  • Küchenreste (Ich hatte noch Küchenreste, die ich für diesen Saft verwendet habe, möchtest du aber ganz genau aufs Budget achten, dann kannst du dir für 0,19 € noch Dinkelgras aus 100 g Dinkel ziehen und das nutzen. Dann ändern sich die gesamten Kosten für diesen Tag in 2,91 €.)

Rote Beete-Rettich-Saft

  • 300 g Rote Beete (0,16 €) 
  • kleines Stück Rettich (0,30 €) 

Kosten: 0,46 €

Snack:

  • 200 g Sonnenblumenkerne 

Kosten: 0,22 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

3038 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

TAG 4

Kosten Tag 4: 3,07 €

1. MAHLZEIT

Haferbrei:

  • 3 Äpfel (0,50 €) 
  • 100 g Hafer  (0,29 €) 

Leinsamenmilch:

  • 50 g Leinsamen (0,12 €) 
  • 1 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • Wasser  

Hafer frisch quetschen und Apfel in kleine Stücke schneiden. Mixe die Zutaten für die Milch und gib die Flüssigkeit anschließend durch einen Nussmilchbeutel oder ein Sieb. Richte die Haferflocken und die Äpfel zusammen mit der Milch an.

Kosten: 1,01 €

2. MAHLZEIT

Weißkohlsalat:

  • 500 g Weißkohl (0,29 €) 
  • 300 g Möhren 0,07 € 
  • 150 Macadamiamus von Koro (via Foodsharing) 
  • 1 Zitrone vom Discounter (0,32 €) 
  • 1/2 Zwiebel (0,05 €) 
  • 1 EL Apfelessig (0,02 €) 
  • Salz & Pfeffer (0,02 €) 
  • 1 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • 10 EL Wasser 
  • 1 Gelbe Beete (Foodsharing) 

Reibe den Weißkohl und die Möhren fein. Gib die restlichen Zutaten bis auf die gelbe Beete in deinen Mixer und verarbeite sie zu einer Soße. Rühre die Soße unter die Möhren und den Weißkohl.

Schneide die Gelbe Beete in richtig dünne Scheiben, lege sie schön auf einen Teller und richte den Salat darauf an.

Dazu:

  • Petersilie und Spinat (Foodsharing) 
  • 200 g gekeimter Buchweizen (0,62 €) 
  • 1 Paranuss (0,08 €) 

Kosten: 1,57 €

SNACKS & SÄFTE

Möhrensaft:

  • 1000 g Möhren entsaften 

Kosten: 0,20 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

3226 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

DIR GEFALLEN DIE REZEPTE?

Dann wirst du meine 60 Lieblingsrezepte aus dem  *Social Calendar lieben.

TAG 5

Kosten Tag 5: 2,97 €

1. MAHLZEIT

Bananensmoothie:

  • 2 Bananen etwa 500 g (0,49 €) 
  • 1 Birne (Foodsharing)  
  • 500 g Möhren (0,10 €) 
  • etwas Zimt (0,05 €) 
  • Brennnesseln aus dem Hof (kostenlos)

Toppings:

  • 50 g Sultaninen  (0,16 €) 
  • selbstgemachtes Vitamin-C-Pulver 

Verarbeite alle Zutaten im Mixer zu einem Smoothie und garniere ihn hübsch mit den Toppings. 

Kosten: 0,80 €

2. MAHLZEIT

Sprossensalat:

  • Alfalfasprossen (0,17 €) 
  • 200 g Linsensprossen (0,22 €) 
  • Tomaten vom Balkon (kostenlos)
  • Salat vom Balkon (kostenlos)
  • 100 g gekeimter Buchweizen (0,31 €)
  • 1 geriebene Möhre (übrig vom Frühstück)

Erdnussdressing:

  • 100 g Erdnüsse (0,17 €) 
  • 20 ml  Sojasoße (0,25 €) 
  • 1 Zitrone vom Discounter (0,32 €) 
  • 1 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • Wasser 

Richte alle Zutaten für den Salat in einer schönen Schale an. Mixe die Zutaten für das Dressing cremig und genieße es zusammen mit dem Salat. 

Kosten: 1,62 €

SNACKS & SÄFTE

Grüner Saft:

wie Tag 3 (Oder wie bei Tag 3 für 0,19 € einen Dinkelgras-shot)

Kosten: 0,00 € 

Snack:

  • Möhrensaft  aus 1000 g Möhren (0,20 €) 
  • 60 g Sonnenblumenkerne (0,06 €) 

Kosten: 0,26 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

2884 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

TAG 6

Kosten Tag 6: 3,12 €

1. MAHLZEIT

Buchweizenmüsli:

  • 200 g gekeimter Buchweizen  (0,62 €) 
  • 3 Äpfel (0,50 €) 

Leinsamenmilch:

  • 50 g Leinsamen (0,12 €) 
  • 1 EL Sultaninen (0,10 €) 
  • Wasser 

Schneide die Äpfel in kleine Stücke und gib sie zusammen mit dem Buchweizen in eine Schale. Mixe alle Zutaten für die Milch und genieße sie zu deinem Müsli.

Kosten: 1,34 €

2. MAHLZEIT

Blumenkohlcrumble:

  • 50 ml Sojasoße (0,36 €) 
  • 400 g Möhren (0,16 €) 
  • 400 g Zwiebeln (0,18 €) 
  • 300 g Blumenkohl (27 Cent)

Gib alle Zutaten in deine Küchenmaschine, hacke das Ganze fein und lasse das Crumble für 24 Stunden im Kühlschrank marinieren. Genieße diese Köstlichkeit in frischen Salatblättern oder auf Kräckern und mit Erdnüssen dazu.

Dazu:

  • Salatblätter vom Balkon (kostenlos)
  • 50 g Erdnüsse (0,09 €) (Keine Rohkost siehe Snack.)
  • 1 Paranuss (0,08 €) 
  • 20 Sellerie-Kräcker (Rezept und Kosten siehe Tag 2.)

Kosten: 1,14 €

SNACKS & SÄFTE

Rote Beete – Möhrensaft

  • 300g rote Beete (0,16 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €) 

Kosten: 0,26 €

Snack:

  • 50 g Erdnüsse (0,09 €) Diese sind keine 100 %-ige Rohkost, aber immer noch sehr lecker und nährwertreich.

Kosten: 0,09 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

2584 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

Fett: 97%

TAG 7

Kosten Tag 7: 2,59 €

1. MAHLZEIT

Apfel-Möhrenmus:

  • 3 Äpfel (0,50 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €)
  • etwas Zimt (0,05 €) 
  • ein paar Brennnesseln vom Hof (kostenlos)

Toppings:

  • selbstgemachtes Vitamin-C-Pulver 
  • 50 g Rosinen (0,16 €) 

Alle Zutaten mixen und mit selbst gemachtem Vitamin-C-Pulver und Rosinen bestreuen.

Kosten: 0,81 €

2. MAHLZEIT

Rote-Beete-Suppe:

  • 300 g Rote Beete (0,16 €) 
  • 50 g Leinsamen (0,12 €) 
  • 20 ml  Sojasoße (0,25 €) 
  • 2 El Apfelessig (0,02 €) 
  • 1 EL Sultaninen (0,10 €) 

Dazu:

  • Tomaten und frische Kräuter vom Balkon (kostenlos)
  • 1 Dose Sauerkraut von Foodsharing (kostenlos)
  • 100 g Alfalfasprossen (0,10 €) 
  • 100 g Buchweizensprossen (0,31 €) 
  • 50 g Erdnüsse (0,09 €) 
  • 1 Paranuss (0,08 €) 
  • 20 Sellerie-Kräcker  

Mixe alle Zutaten für die Suppe zusammen cremig. Garniere das fertige Gericht mit  Tomaten, frischen Kräutern, den Sprossen und dem Sauerkraut. Dazu ein paar leckere Kräcker, eiweißreiche Erdnüsse und die selenreiche Paranuss und der Tag ist perfekt.

Kosten: 1,23 €

SNACKS & SÄFTE

Rote Beete – Möhrensaft

  • 300g rote Beete (0,16 €) 
  • 500 g Möhren (0,10 €) 

Kosten: 0,26 €

Snack:

  • 100 g Erdnüsse (0,18 €)

Kosten: 0,18 €

Supplemente:

  • D3 (0,19 €) 
  • B12 (0,10 €) 

Kosten: 0,29 €

2280 Kcal

Alle Makro- und Mikronährstoffe gedeckt.

TOTAL: 19,07 € FÜR 1 WOCHE

WIE HAST DU DIE KOSTEN SO NIEDRIG GEHALTEN?

TIERFUTTER:

Ich weiß, das klingt anfangs sehr befremdlich und auch ich bin da nicht ganz frei von Vorbehalten gewesen. 

Tierfutter ist oft unbehandelt, denn es muss einfach nicht so schön aussehen wie das, was wir pingeligen Verbraucher kaufen wollen. Diese Produkte sind dann oftmals nicht genormt und entsprechen auch nicht den hohen Anforderungen eines Supermarktes. Da für diese Ware auf dem normalen Markt nicht so hohe Preise erzielt werden können, ist sie oft sehr günstig. Gut für dich, denn geschmacklich konnten diese Produkte in meinem Selbstversucht mit denen aus dem Supermarkt problemlos mithalten. Ich habe sowohl die Möhren, als auch die rote Beete, die Äpfel und auch die Nüsse als sehr lecker empfunden.

Wir Menschen lassen uns also gerne von einer tollen, farbenfrohen Verpackung und absolut makellos aussehendem Obst und Gemüse beirren und kaufen dann einfach nur das Schönste, obwohl die inneren Werte der restlichen Ware meist tiptop und für kleines Geld zu haben sind.

Bestellst du das Futter online, dann kommen natürlich noch Versandkosten dazu. In 99 % aller Fälle ist das Kilo Ware dann aber immer noch viel günstiger als wenn du es als Speiseprodukt für den Menschen kaufen würdest.

Großpackungen:

Die meisten Produkte sind in großen Mengen einfach günstiger und beim Einkaufen bei Dingen, die du sowieso schnell isst oder die lange haltbar sind, in größeren Dimensionen zu denken, ist oft ein richtig guter Spartipp. Eine kleine Packung Leinsamen kostet aufs Kilo hochgerechnet oft ein Vielfaches mehr als eine große Packung. Darum habe ich die meisten Preise für die Ware in großen Verpackungseinheiten berechnet. Ich habe mir auch früher schon solche Großpackungen zusammen mit Freunden gekauft, sodass wir uns sowohl die Kosten als auch die Menge teilen konnten.

Nutzen, was da ist:

In unserer Gesellschaft tendieren wir dazu, viel mehr wegzuwerfen oder ungenutzt zu lassen, als es nötig wäre. Wenn ich nur wenig habe, nutze ich auch wirklich alles, um für mich das meiste rauszuholen. Ich habe beispielsweise vermehrt geschaut, wo ich auch in der Stadt Wildkräuter sicher ernten kann und den gesamten Trester meiner Gerichte zu Kräckern oder anderen Dingen weiterverarbreitet.

Auch Seiten wie www.mundraub.org zeigen auf, wo du kostenlos in der Natur in deiner Nähe Obst und Gemüse wild ernten kannst.

Selber anbauen:

Ich habe gemerkt, dass selbstgezogene Salate, Sprossen und Kräuter nicht nur viel mehr Spaß machen als Ware, die ich einfach nur kaufe, sondern auch finanziell eine richtige Erleichterung sind. Vor allem bei den Tomaten und beim Salat hat sich das enorm ausgezahlt.  In diesem Video zeige ich dir, wieviel „Spaß” ich mit meinen Tomaten bereits hatte…

Sprossen kann wirklich jeder ganz einfach zu Hause machen und in diesem Video zeige ich dir, wie auch du das schaffst. Die sind nicht nur günstig, sondern auch extrem nährstoffreich.

Foodsharing:

Foodsharing ist eine Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lebensmittel, die eigentlich noch essbar, aber aus irgendwelchen Gründen nicht mehr für den Handel geeignet sind, vor der Tonne zu retten. Letztendlich landen diese Leckereien dann auf den Tellern derjenigen, die sich am Retten beteiligen oder sie kostenlos weiterverteilen. Glücklicherweise findet an vielen Orten schon ein Umdenken statt und es spenden immer mehr Firmen ihre unverkäufliche Ware an Foodsharing.

Man kann aber auch selbst Essenskörbe erstellen und diese verschenken, wenn man es mal nicht schafft, alle Sachen vor einem Urlaub aufzuessen oder aus anderen Gründen zu viel hat. Das mache ich sehr gern und genau solche Essenskörbe haben mir in dieser Woche sehr geholfen.

Ich engagiere mich bei Foodsharing seit Anfang 2020. In der Woche meines Experimentes habe ich diese wundervolle Initiative für mich genutzt, um noch mehr Abwechslung in meinen Speiseplan zu bringen. Schau doch einmal, ob Foodsharing auch in deiner Stadt aktiv ist, denn oft bekommt man beim Lebensmittelretten nicht nur leckeres Essen, sondern auch ein paar neue Freunde und interessante Bekanntschaften gleich mit dazu.

In diesem Post verrate ich dir weitere verblüffend leichte Spartipps.

WIE HOCH SIND DIE ANSCHAFFUNGSKOSTEN?

Die totalen Kosten in der Anschaffung beliefen sich bei mir auf 232,24 € ohne und 282,04€ inklusive der Nahrungsergänzungsmittel B12 und D3. Die essentiellen Omega-3-Fettsäuren habe ich in diesem Experiment ausschließlich über die Nahrung gedeckt.

Bei vielen Menschen funktioniert die Umwandlung der z. B. in Leinsamen enthaltenen Linolensäure in die ebenfalls unentbehrlichen Fettsäuren EPA und DHA gut genug, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Solltest du den Verdacht haben, dass das bei dir nicht der Fall ist, dann kannst du auf pflanzliche Nahrungsergänzung mit EPA und DHA zurückgreifen. Wenn du gute und günstige Nahrungsmittel isst, dann ist meist auch noch genügend Budget für solche Supplemente vorhanden.

Hier verlinke ich dir günstige Bezugsquellen, damit auch du in Zukunft für kleines Geld schlemmen kannst.

Ich habe außerdem *Quinoa und *Dinkel als sehr günstiges entdeckt, aber es nicht mehr geschafft, sie in den Plan zu integrieren. Aus dem Dinkel hätte ich mir ansonsten Dinkelgras gezüchtet und entsaftet und den Quinoa gekeimt. 

Ich fand diesen Selbstversuch sehr spannend und es hat mir wieder einmal gezeigt, wie wunderbar die Rohkost ist. Ich bin durch dieses Experiment noch dankbarer für all die wundervollen Dinge in meinem Leben geworden und habe gesehen, dass wir mit so viel weniger auskommen, als wir glauben.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und hoffe, dass du für dich ein paar wertvolle Tipps mitnehmen konntest.

Und jetzt bist du gefragt. Wie war deine Reaktion, als du das mit dem Tierfutter gelesen hast? Warst du auch etwas verwundert?  Was sind deine besten Spartipps und wie viel Geld brauchst du im Monat etwa für dein Essen?

Ich freue mich ganz doll darauf, von dir in den Kommentaren unter diesem Post zu lesen. 

2 Comments

  • Avatar Daniel sagt:

    Mega mega guter Blogartikel!!! Vielen Dank für deine Mühen und weltklasse Idee mit dem Tierfutter!!! Nur eine kleine Frage dazu: Sind denn die Äpfel, Möhren und Rote Beete unbehandelt bzw. nicht gespritzt? Denn als “Bio” gekennzeichnet konnte ich sie jetzt nicht erkennen. Liebe Grüße zu dir! 🙂

    • Maria Sperling Maria Sperling sagt:

      Hallo Daniel,

      wie schön, dass dir der Post gefällt. Soweit ich weiss, ist das unbehandelt. Ich habe die Möhren als sehr lecker erlebt und finde sie absolute vergleichbar mit ganz normalen Supermarktmöhren.

      Um 100% igle Sicherheit zu haben, dass die Äpfel, Möhren und rote Beete unbehandelt sind, kann du auch bei denen anrufen.

      Alles liebe deine Maria

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