• Rohkost ist zu teuer. 
  • Rohkost kann ich mir nicht leisten. 
  • Rohkost ist nur was für Menschen mit viel Geld.  

Diese Argumente höre ich immer wieder, vor allem, wenn ich mit meinen Supplementen und Superfoods um die Ecke komme. Nur stimmt das so nicht ganz.

Vor allem am Anfang meiner Rohkosternährung und in den Jahren zuvor habe ich mit sehr wenig Geld auskommen müssen und selbst da habe ich Wege gefunden, genügend Budget für die Dinge zu haben, die mir wirklich wichtig sind.

Ich bin sehr dankbar, dass ich mir heute die ein oder andere Tropenfrucht und auch mal etwas preisintensivere Superfoods leisten kann. Trotzdem könnte ich mich auch gesund und rohköstlich ernähren ohne diese Dinge.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Geld zu sparen, auch wenn du dich gesund ernähren möchtest. Wie das geht? Meine besten Tipps dazu findest du bereits in diesem Blogpost.

Aber nicht nur beim Einkauf deiner Lebensmittel oder durch das Ziehen von Sprossen kannst du deine Ausgaben reduzieren, sondern auch, indem du wirklich alles mit Stumpf und Stiel verwertest. Damit du ein paar Anregungen bekommst, wie das aussehen kann, möchte ich mit dir 3 wundervolle, einfache und geniale Rezepte teilen, mit denen du sogar aus “Abfällen” oder „Resten” noch richtig tolle Leckereien machen kannst.

Weil mit das Thema „Zero/Less Waste“ auch bei Lebensmitteln wichtig ist, dazu noch ein paar grundlegende Gedanken, bevor es zu den Rezepten geht.

WAS IST DIR WICHTIG?

Jeder Mensch wählt für sich,  auf welche Bereiche er persönlich den Fokus legen möchte. Bei mir ist es die Gesundheit und deswegen gebe ich dafür auch fast mein ganzes Geld aus. Hochwertige Zutaten sind für mich das A & O.

Anderen Menschen ist Sport wichtiger und wieder anderen vielleicht Elektronik oder ein Auto. So kann jeder und jede selbst bestimmen, wofür das Geld, das er oder sie verdient, wieder ausgibt.

Eines ist auf jeden Fall klar, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, denn ich habe selbst am Existenzminimum gelebt und trotzdem Bioqualität gewählt. Ich habe lieber etwas weniger und dafür gute Sachen. So sehe ich das auf jeden Fall.

WIR LEBEN IN EINER WEGWERFGESELLSCHAFT

Heutzutage schmeißen wir so viele Dinge unüberlegt weg und kaufen sie dann einfach neu. Früher, in meiner Kinder- und Jugendzeit, haben wir ganz selbstverständlich geflickt, gestopft, repariert, weiter verwendet, zweckentfremdet und aufgehoben. 

Ich sehe das an mir selbst. Wie schnell denke ich, ach das ist doch kaputt, das schmeißen wir weg. Seit einigen Wochen und Monaten haben sich diese Gedanken immer mehr verändert in Richtung: Wofür kann ich das jetzt noch nutzen oder wie kann ich es reparieren? 

Wir glauben manchmal, dass die Ressourcen unserer Erde unbegrenzt sind, was aber ganz sicher nicht der Fall ist. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir noch lange auf diesem wundervollen Planeten leben können und fange deswegen jeden Tag aufs Neue bei mir selber an.

Weil ich diesen Nachhaltigkeitsgedanken intensiv verfolgt habe, habe ich schnell auch in der Küche gemerkt, dass ich einiges unnötigerweise wegwerfe, obwohl da noch viele Nährstoffe ungenutzt sind. Das fängt bei Zitronenschalen an und geht bis hin zu dem Kerngehäuse von Äpfel, Birnen und Co. Diese Dinge müssen aber sicher nicht weggeworfen werden und können deinen Speisezettel nochmal richtig aufpeppen, gerade, wenn das Geld knapp ist. Aber auch ohne schmalen Geldbeutel ist es doch wunderbar zu sehen, wie aus Resten noch etwas Gesundes entsteht.

Aus Zitronenschalen mache ich zum Beispiel, mein eigenes super effektives Putzmittel und Vitamin-C-Pulver. Aus Kerngehäusen presse ich leckeren Saft und aus dem Trester von meinem Selleriesaft zaubere ich entweder “Selleriesalz” oder Kräcker. Und so einfach geht's:

REZEPT NUMMER 1: RESTE SAFT

Zutaten:

  • 1 Zitrone ohne Schale 
  • Das Kerngehäuse von 3 – 4 Äpfeln (also das, was man normalerweise nicht mitisst und wegwirft) oder 1 Paprika 
  • Küchenreste der Woche (z. B. welke Salatblätter, Gurkenenden, Fenchelstiele die zu hart und faserreich zum Essen sind, die Stiele von Kräutern wie Petersilie, Koriander, Basilikum oder Minze, das Grün von Möhren und Rote Beete und was noch so alles in deiner Küche übrig bleibt und in roher Form essbar ist) 
  • Wenn du kaum oder keine Küchenabfälle hast, dann kannst du stattdessen auch ein 500 ml Glas voller Alfalfa-Sprossen entsaften.  Das ist ebenfalls sehr günstig und bietet dir eine unglaubliche Fülle an wertvollen Nährstoffen.
Zubereitung: 

  1. Gib alle Zutaten durch deinen Entsafter. 
  2. Den Trester des Saftes kannst du in deinem Dörrgerät trocknen und anschließend pulverisieren. Somit bekommst du zusätzlich noch ein tolles Gewürz für deine Speisen.  

REZEPT NUMMER 2: TRESTER KRÄCKER

Zutaten:

  • Den Trester von 3 Stauden Stangensellerie 
  • 2 EL *Leinsamen (oder 2 Tomaten, wenn du deine Kräcker fettfrei und ohne extra Omega-3-Boost herstellen möchtest) 
  • Gewürze deiner Wahl (Ich mag Kümmel, getrocknete Kräuter und Kreuzkümmel sehr.) 
  • Etwas Wasser (Je weniger Wasser, desto kürzer die Trockenzeit.) 
Zubereitung: 

  1. Mixe alle Zutaten in deinem Hochleistungsmixer zu einer cremigen Masse. 
  2. Breite diese etwa 5 mm dünn auf Dörrblechen aus. (Ich unterteile die Masse jetzt noch in kleinere Vierecke, damit sich die Kräcker nach dem Trocknen besser auseinanderbrechen lassen.) 
  3. Lasse die Masse für 18 – 24 Stunden im Dörrgerät bei 40 Grad Celsius trocknen. 
  4. Bewahre die Cracker in einer luftdichten Box außerhalb des Kühlschranks auf.

REZEPT NUMMER 3: VITAMIN-C-PULVER

Zutaten:

  • Die Schalen von Zitronen, Apfelsinen, Grapefruits und/oder Mandarinen (Achte hier besonders auf Bio-Qualität, denn konventionelle Zitrusfrüchte sind meist sehr stark gespritzt und oft zusätzlich noch gewachst und mit bedenklichen Substanzen konserviert. Am besten wäschst du die Früchte auch, bevor du sie schälst, denn selbst beim Transport von Bio-Ware kann noch so Einiges auf der Schale landen.)
Zubereitung:

  1. Trockne die Schalen in deinem Dörrgerät für etwa 18 – 24 Stunden bei 40 Grad Celsius oder bis sie vollständig trocken sind. 
  2. Mahle sie anschließend mit einem Hochleistungsmixer oder in einem guten Mörser zu Pulver.  

Dieses selbstgemachte Superfood-Pulver kannst du dir in oder auf deine Smoothies geben, in Wasser oder Säften trinken oder in alle möglichen Speisen geben, um diese extra mit wertvollem Vitamin C anzureichern.

Hier findest du ein Video zu diesem Rezept.

Das sind drei meiner Favoritrezepte, die ich fast jede Woche zubereite. Das kannst du auch bei Instagram täglich verfolgen.

Den Restesaft gibt es 1 – 2 Mal pro Woche. Nur das Vitamin-C-Pulver mache ich nicht so häufig, da es sich sehr lange hält. Die übriggebliebenen Schalen nutze ich dann stattdessen für mein selbstgemachtes Putzmittel aus Zitronenschalen.

Auch wenn der Gedanke, Sellerietrester zu essen, vielleicht erst einmal komisch ist, sind die Kräcker wirklich richtig lecker und zu allen Salaten eine Bereicherung. Wenn du sie einmal gekostet hast, dann wirst du deinen Trester nie mehr wegwerfen wollen. Daher mache ich sie auch wirklich regelmäßig.

Die Leinsamen für den „Teig“ bestelle ich mir am liebsten online bei *Suessundclever, denn sie liefern mir alles direkt an meine Tür und das sogar in kompostierbaren Verpackungen. Wenn du deinen Plastikmüll auch schon lange einmal reduzieren und bei Trockenfrüchten, Getreide und Co. genauso viel Wert auf hohe Qualität legst wie ich, kannst du einfach den Code rawfood10 für dich nutzen. So bekommst du bei Suessundclever 10 % Rabatt auf jede deiner Bestellungen und findest vielleicht sogar noch neue Lieblingslebensmittel für dich.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Beitrag dazu inspirieren, mehr aus deinen Lebensmitteln rauszuholen und noch mehr darauf Acht zu geben, was du wegwirfst und was du vielleicht doch noch verwenden kannst.

Und jetzt bist du gefragt: Aus welchen Resten machst du noch richtig wundervolle Sachen? Nicht nur in deiner Küche sondern generell? 

Auch ich möchte mich ständig weiterentwickeln und freue mich darum riesig über eine neue Inspiration von dir! 🙂 Hinterlass mir diese einfach in den Kommentaren unter diesem Post, dann können alle Leser*innen davon profitieren. Ich bin gespannt!

WO BEKOMMST DU DEINE NÄHRSTOFFE HER?

Leave a Reply